25 Jahre Turnierdirektor bei Rot-Weiß : Berliner Tennismanager Eberhard Wensky gestorben

Mit 74 Jahren ist der frühere Turnierdirektor des LTTC Rot-Weiß gestorben. Er machte die German Open zu einem der besten Tennisturniere der Welt.

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Markenzeichen rot-weißes Jackett: Berlins langjähriger Turnierdirektor Eberhard Wensky, hier mit Steffi Graf.
Markenzeichen rot-weißes Jackett: Berlins langjähriger Turnierdirektor Eberhard Wensky, hier mit Steffi Graf.Foto: Imago

Auch wenn er schon seit einigen Jahren nicht mehr aktiv war wie früher - Eberhard Wenskys Vermächtnis spielte immer weiter. Am Dienstag hat er dabei sogar noch einmal zugesehen, als Sabine Lisicki in Wimbledon ihr Achtelfinale gewann. Wensky hatte Lisicki und ihren Vater vor einigen Jahren zum LTTC Rot-Weiß nach Berlin geholt. Der Verein und vor allem das Spitzentennis bei Rot-Weiß waren sein Lebenswerk. In der Nacht zum Samstag ist Eberhard Wensky im Alter von 74 Jahren gestorben.

Gottfried von Cramm, Berlins Tennislegende, machte Wensky 1969 zum Klubdirektor. Er blieb es bis 2001. Wensky zählte zu den großen Sportmanagern Berlins, deren Namen untrennbar mit einer Großveranstaltung von internationalem Rang verbunden sind, wie Rudi Thiel beim Istaf und Horst Milde beim Marathon. Ende der Siebzigerjahre holte Wensky die German Open der Damen in die Stadt und machte daraus das beste Damentennisturnier der Welt hinter den vier Grand Slams. Alle namhaften Spielerinnen schlugen in Berlin auf. Von Martina Navratilova, Monica Seles, Martina Hingis, Serena Williams bis zu Steffi Graf. Heute trägt der Centre Court im Grunewald an der Hundekehle den Namen "Steffi-Graf-Stadion".

Von 1979 bis 2004 war Wensky Turnierdirektor, seine Auftritte im rot-weiß gestreiften Sakko gehörten zur Folklore des Turniers, das auch ein gesellschaftliches Ereignis war. Wensky wollte das Leistungsniveau in seinem Verein immer hoch halten, er band herausragende Spieler an Rot-Weiß und baute das Turnier immer weiter aus. Dass er dabei gerade am Ende seiner Zeit als Turnierdirektor oft zu viel wollte, führte zu manchem Streit. Tennis in Berlin zu stärken, blieb jedoch auch nach diesen Auseinandersetzungen immer sein Ziel. Bis zuletzt machte er sich Gedanken, wie Berlin wieder zu einem großen Tennisturnier kommen könnte.

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