Sport : 28:19 – Füchse überzeugen in Wetzlar

Ulrich Monz

Wetzlar - Im letzten Jahr war dieses Duell noch eine spannendes Ereignis, in diesem Jahr aber blieb es einseitig. Auch ohne den erkrankten Nationalmannschaftstorhüter Silvio Heinevetter und den verletzten Alexander Petersson zeigten die Handballer der Füchse Berlin beim 28:19 (16:10)-Erfolg bei HSG Wetzlar eine ausgezeichnete Leistung. Die Berliner ließen einen Klassenunterschied zum Gegner erkennen, während die Mittelhessen vor 3843 Zuschauern keine Erstligaqualität auf das Parkett brachten.

„Heute konnten wir es lockerer angehen, als ich es erwartet hatte“, sagte Füchse-Coach Dagur Sigurdsson. Der Berliner Trainer lobte das „Super-Spiel“ seiner Spieler, die keinen schwachen Punkt aufwiesen und bei etwas mehr Wurfglück noch mehr für ihr Torverhältnis hätten tun können.

Der Berliner Überlegenheit lag eine Schlüsselszene in der dritten Minute zugrunde. Der Wetzlarer Philipp Müller attackierte den Füchse-Rückraumschützen Sven-Sören Christophersen so ungestüm, dass dieser unkontrolliert auf den Hallenboden prallte. Nach einer mehrminütigen Unterbrechung bekam der Übeltäter die Rote Karte gezeigt, während Christophersen benommen in die Kabine gebracht wurde. Ab diesem Zeitpunkt besaßen die Gastgeber keine Abwehr mehr. „Wetzlar stand nach der Roten Karte wohl etwas unter Schock“, sagte Füchse-Manager Bob Hanning, „ein Spiel ohne Zeitstrafe zu überstehen und keinen Siebenmeter zu verursachen, das ist schon außergewöhnlich.“

Die Füchse spulten ihr Programm wie in einer Trainingseinheit herunter. Vor allem Michal Kubisztal (8 Tore) und Kreisläufer Torsten Laen (6 Tore) waren nicht zu bremsen. Hinzu kam, dass Petr Stochl im Füchse-Tor mit prächtigen Paraden maßgeblich an dem Kantersieg der Berliner beteiligt war. Die Füchse bauten schnell ihre 6:1-Führung aus. Nach der Pause kam Christophersen noch einmal kurz auf das Feld, markierte einen Treffer und beobachtete dann von der Bank, wie seine Kollegen die Gastgeber in Grund und Boden spielten. Ulrich Monz

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