3:0 gegen Dresden : BR Volley überzeugen erst am Schluss

Die BR Volleys gewinnen erwartet deutlich gegen Aufsteiger VC Dresden mit 3:0. Doch lange tat sich der amtierende Deutsche Meister gegen die Gäste schwer.

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Mann des Spiel: Aleksandar Spirovski machte 19 Punkte für die Volleys.
Mann des Spiel: Aleksandar Spirovski machte 19 Punkte für die Volleys.Foto: dpa

Etwas unerwartet haben die Volleyballer der Berlin Recycling Volleys am Sonntagnachmittag in der Max-Schmeling-Halle einen Titel geholt. Weil zur selben Zeit Lokomotiv Nowosibirsk die Champions League gewann und weil die Volleys eben jenes Nowosibirsk in der Vorrunde der Champions League 3:1 besiegen konnten, dürfen sie sich jetzt „Champions-League-Sieger-Besieger“ nennen. Auf den Briefkopf kommt das sperrige Wort allerdings nicht, sagte Manager Kaweh Niroomand, man habe ja auch ein anderes Ziel in dieser Saison: den Meistertitel verteidigen. Auf dem Weg dorthin haben die Berliner beim 3:0 (25:21, 25:20, 25:14) im ersten Play-off-Viertelfinale gegen VC Dresden einen ersten Schritt gemacht. Noch ein Sieg am Sonntag in Dresden und die Berliner stehen wie erwartet im Halbfinale.

Die Berliner Volleyballer taten sich vor 5.289 Zuschauern zwei Sätze lang schwer gegen die Dresdner, die nach den erfolgreich absolvierten Pre-Play-offs eingespielter wirkten. Und das, obwohl sie sowohl auf ihren erkrankten Trainer Sven Dörendahl, den ebenfalls kranken Mittelblocker Philip Colin und ab Mitte des ersten Satzes auch auf den verletzten Libero Martin Merkel verzichten. Er hatte sich beim Sprung gegen die Werbebande eine Fußverletzung zugezogen. Und trotzdem gestaltete sich das Spiel mühsam, die Berliner lagen sogar 18:19 zurück, ehe sie im Schlussspurt den ersten Satz mit 25:21 sichern konnten.

Trainer Mark Lebedew hatte auf den Diagonalangreifer Aleksandar Spirovski gesetzt und auf den Australier Paul Carroll verzichtet. „Er hat einfach besser trainiert“, sagte Lebedew „es hat ja auch geklappt.“ Dem Mazedonier gelangen 19 Punkte und zwei Blöcke, der Spielbericht weist ihn als besten Berliner aus. Eine Garantie für einen Einsatz am Sonntag in Dresden ist das aber nicht. Trainer Lebedew will erneut die Trainingseindrücke entscheiden lassen.

Auch der zweite Satz verlief bis zum 13:13 ausgeglichen, ehe sich der Favorit absetzen konnte. Danach waren auch die Berliner eingespielt, ihre Fehlerquote im Aufschlag sank, sie ließen keinen Zweifel mehr an ihrer Überlegenheit aufkommen. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte Manager Niroomand, „Play-offs sind einfach ein neuer Anfang.“

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