3:0 im Testspiel : Hertha besiegt Hertha II

Pal Dardai will den Kader unter Spannung halten und lässt seine Jungs gegen die zweite Mannschaft antreten. Zufrieden ist der Trainer nicht.

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Traf gegen Ingolstadt und auch im Testspiel gegen Hertha II: Julian Schieber.
Traf gegen Ingolstadt und auch im Testspiel gegen Hertha II: Julian Schieber.Foto: dpa

Am Ende wurde es doch deutlich. Valentin Stocker und Julian Schieber schossen in der dritten Halbzeit das 2:0 und 3:0 heraus. Kurz darauf war Schluss. Die Profis von Hertha BSC bezwangen gestern in einem Testspiel die eigene U-23-Mannschaft, die in der Regionalliga Nordost spielt. Nach sechs Spieltagen liegt Herthas zweite Mannschaft auf Tabellenrang zwei – wie übrigens auch die Profis, wenngleich in der Bundesliga erst zwei Spieltage absolviert sind.
Doch weil auch Pal Dardai ein ehrgeiziges Ziel verfolgt, setzte er den internen Test mit der zweiten Mannschaft an. Kommenden Sonntag gastiert der FC Schalke 04 im Olympiastadion, drei Tage später steht das Spiel beim FC Bayern München an. Solche Testspiele seien knackiger als jede einzelne Trainingseinheit. „Die brauchen wir“, sagte Dardai, „wir haben einen großen Kader.“

Pal Dardais Fazit: gemischt

Tatsächlich will Herthas Trainer seinen kompletten Kader unter Spannung halten, die tatsächliche Wettkampfbelastung innerhalb der Gruppe ist groß gestreut. Während die Stammspieler ein Fitnessprogramm absolvierten, kamen gestern Vormittag jene Spieler zum Einsatz, die zuletzt wenig bis gar nicht gespielt haben - wie Jens Hegeler, Salomon Kalou und Maximilian Mittelstädt. Erst im drittel Drittel durfte Alexander Baumjohann ran, der bei Hertha ins Abseits geschoben wurde. Ergänzend liefen für die Profis die Nachwuchsspieler Mike Owusu und Florian Baak aus der hauseigenen U 19 auf. Gespielt wurden dreimal 25 Minuten.
Das Fazit von Pal Dardai fiel „gemischt“ aus. Das erste Drittel, in dem Salomon Kalou das 1:0 erzielte, sei ganz gut gewesen, auch das dritte Drittel bekam von Dardai das Prädikat „okay“. Das Drittel dazwischen ärgerte den Trainer, das Spiel war breiig in der Gangart und ohne Witz und Raffinesse.
Die komplette Spielzeit absolvierte Per Skjelbred, der zuletzt wegen einer Muskelverletzung nur bedingt trainieren konnte. Er sollte für Sonntag ebenso einsatzbereit sein wie Peter Pekarik und Sebastian Langkamp, die gestern aussetzten. Ob das auch für die blessierten Mitchell Weiser und John Anthony Brooks gilt, konnte Dardai gestern noch nicht überblicken.

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