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3:1-Erfolg in Köln : Deutschland nach Sieg über Dänemark in der WM-Zwischenrunde

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft schlägt Dänemark 3:1 und steht in der Zwischenrunde. "Ich freue mich unheimlich. Wir haben das umgesetzt, woran wir seit Wochen arbeiten", sagte Bundestrainer Uwe Krupp.

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So sehen Sieger aus. Die deutschen Spieler bejubeln ihren Erfolg über Dänemark.
So sehen Sieger aus. Die deutschen Spieler bejubeln ihren Erfolg über Dänemark.Foto: dpa

Gute Nachrichten von der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft? Gab es seit Jahren kaum, von einigen Beinahe-Erfolgen oder singulären Überraschungssiegen mal abgesehen. Insofern ereignete sich am Mittwochnachmittag in der Kölnarena eine Sensation. Deutschland hat die Zwischenrunde der Eishockey-Weltmeisterschaft erreicht. Durch einen souveränen 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)-Erfolg über Dänemark. Die deutschen Fans unter den 18.623 Zuschauern in der ausverkauften Kölner Arena feierten das deutsche Team nach der Schusssirene so überschwänglich wie schon lange nicht mehr.

"Ich denke, dass wir das ganze Turnier stark gespielt haben", sagte Felix Schütz, der zum 2:1 traf. "Diesmal haben wir Kleinigkeiten noch besser gemacht als gegen die USA und Finnland." Dabei begann das Spiel denkbar ungünstig für das deutsche Team. Die Dänen spielten körperlich hart und die Deutschen hielten mit nicht immer fairen Mitteln dagegen. Gleich zweimal musste die Mannschaft von Uwe Krupp in 3:5-Unterzahl agieren, das konnte natürlich nicht gut gehen. Und daher ging es gut für Dänemark: Philip Larsen traf zum 1:0 für das Team, das bei der WM schon mit Siegen gegen Finnland und die USA überrascht hat. Nicht einmal vier Minuten waren gespielt.

Das Tor der Dänen war dann für die Deutschen offensichtlich Ansporn, etwas mehr zu riskieren und nun musste auch der Gegner ab und an auf die Strafbank, was den Deutschen Überzahl-Chancen erlaubte. Im Powerplay gelang dann nach Zusammenspiel zweier NHL-Profis von den Nashville Predators der Ausgleich. Marcel Goc fälschte einen Schuss seines Klubkollegen Alexander Sulzer ab, Dänemarks Torwart Patrick Galbraith hatte keine Chance.

Alle Erwartungen übertroffen

Danach erhöhten die Deutschen das Spieltempo und den Dänen ging es dann manchmal doch zu schnell zu. Nachdem die Deutschen ein glattes Dutzend guter Chancen vergeben hatten, traf dann Felix Schütz zum 2:1. Da lächelte sogar Uwe Krupp – ein eher seltenes Bild bei dem dieser Tage verständlicher Weise angespannt wirkenden Bundestrainer. Das deutsche Team hatte sich mit dem Tor wohl von allem Druck befreit und spielte nun ansehnliches Eishockey. Daher landete der Puck im zweiten Drittel auch noch mal im dänischen Tor. Der Hannoveraner Nikolai Goc wurschtelte die Scheibe ein wenig glücklich ins Ziel.

"Die Spannung war von der ersten Minute an da", freute sich Marcel Goc nach der Schlusssirene. Auch durch den frühen Rückstand habe sich die Mannschaft "nicht irritieren lassen und ihr Spiel durchgespielt." Die Freude ist verständlich, denn mit zwei Siegen in der Vorrunde und dem guten Spiel gegen die Finnen, das sie unglücklich 0:1 verloren, haben die Deutschen alle Erwartungen im Vorfeld der WM übertroffen.

Die Hoffnungen auf den Gruppensieg erfüllten sich allerdings nicht, weil Finnland am Abend die USA mit 3:2 bezwang. Die Finnen sicherten sich damit Platz eins vor Deutschland und Dänemark, während Team USA als Gruppenvierter in die Abstiegsrunde muss. Auf wen Deutschland in der Zwischenrunde wann trifft, entscheidet sich am Donnerstag nach den letzten Spielen der Gruppe A. Fest steht allerdings, dass dann auch Christian Ehrhoff dabei sein wird. Der NHL-Verteidiger von den Vancouver Canucks wurde von Bundestrainer Uwe Krupp nachnominiert.

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