3:1 gegen Bochum : Der HSV kann wieder gewinnen

Nach drei sieglosen Spielen schlägt der Hamburger SV den Abstiegskandidaten VfL Bochum souverän mit 3:1 und rückt wieder in die Europacup-Ränge vor.

Erik Eggers[Hamburg]

Wenn es eng wird, steht Martin Jol an der Seitenlinie. Dann versucht der niederländische Coach des Hamburger SV, korrigierend ins Geschehen einzugreifen. Gestern aber saß Jol zumeist auf der Bank, denn sein Team, das zuvor dreimal sieglos geblieben war und alle Chancen auf den Titel verspielt hatte, beherrschte den VfL Bochum souverän. Mit einem 3:1 (2:0)-Sieg gegen den Abstiegskandidaten zogen die Hanseaten wieder an Borussia Dortmund vorbei und belegen als Tabellenfünfter wieder einen Platz, der zur Teilnahme an der neuen Europa League berechtigt. Die Treffer für den HSV, der nun noch vier Zähler aus den Partien gegen Köln und in Frankfurt benötigt, um den Europapokalplatz abzusichern, erzielten Paolo Guerrero sowie zweimal der Kroate Ivica Olic. Den Ehrentreffer für die Gäste schoss der eingewechselte Paul Freier.

Der HSV startete vor 47.900 Zuschauern keineswegs stürmisch, vielmehr abwartend – und profitierte früh von einem Abwehrschnitzer: Nach einem Querschläger kam der Ball zu Guerrero, der sofort aus 20 Metern abzog und zum 1:0 traf. Danach ließ es der HSV ruhig angehen und riskierte einmal den Ausgleich, als Dennis Grote, den Marc Pfertzel geschickt hatte, frei vor Frank Rost auftauchte, aber an dem Torwart scheiterte.

Klare Verhältnisse schon nach einer halben Stunde

Dass der VfL Bochum um das Überleben kämpft, war dennoch kaum bemerkbar. Der HSV kontrollierte weiterhin das Geschehen und sorgte schon nach gut einer halben Stunde für klare Verhältnisse: Nach einer Ecke Dennis Aogos setzte sich Olic gegen Matias Concha durch und erzielte per Kopf das 2:0, auch Torwart Fernandes machte hier, wie schon beim ersten Treffer, keine gute Figur.

Nach der Pause brachte Bochums Coach Marcel Koller mit dem Iraner Vahid Hashemian zwar einen zweiten Stürmer, an der Harmlosigkeit der Gäste-Offensive änderte das freilich nichts. Der HSV kontrollierte weiterhin das Geschehen, kam zu zahlreichen Chancen und erhöhte durch einen weiteren Treffer Olic auf 3:0. Freiers Gegentor hatte lediglich statistischen Charakter.

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