3:1 gegen Hannover : Cottbus feiert Rangelow und Angelow

Die Lausitzer Bulgaren schießen alle Tore für den FC Energie gegen Lieblingsgegner Hannover 96.

Matthias Koch


Hannover 96 ist ein gern gesehener Gast im Stadion der Freundschaft. 1997 machten die Cottbuser mit einem 3:1 im Relegationsrückspiel den Aufstieg in die Zweite Bundesliga perfekt. Im Dezember 2007 langte es für die Lausitzer gar zu einem 5:1-Sieg. Gestern machten sich die Niedersachsen noch beliebter in der Lausitz. Energie Cottbus gewann 3:1 (1:0) und schob sich damit auf den 15. Platz vor.

„Wir haben in der Offensive viel mehr investiert als zuletzt“, sagte Energie-Trainer Bojan Prasnikar. Dimitar Rangelow schoss die ersten beiden Tore, sein bulgarischer Landsmann Stanislaw Angelow erhöhte noch auf 3:0, bis die enttäuschenden Hannoveraner, vor einer Woche noch 1:0-Sieger gegen Schalke 04, durch Frank Fahrenhorst acht Minuten vor Schluss zu ihrem einzigen Treffer kamen. „Wir scheinen Energie immer wieder Leben einhauchen zu wollen. Wir haben meist nur auf den Gegner reagiert“, ärgerte sich Hannovers frustrierter Coach Dieter Hecking. „Es war nicht der Zug und die Leidenschaft im Spiel, die wir zum Erfolg brauchen.“
Dabei traten die Hannoveraner erstmals mit den beiden Neuzugängen Leon Andreasen vom FC Fulham und Jacek Krzynowek vom VfL Wolfsburg an. Ein belebender Effekt war jedoch nicht auszumachen. Zwar hatten die Gäste durch Mike Hanke und Jiri Stajner die ersten Torgelegenheiten. Doch in der Phase, als beide Mannschaften noch auf Augenhöhe schwächelten, legte Energie den Grundstein für den zweiten Heimsieg in dieser Spielzeit.

Der stark aufspielende Serbe Ivica Iliev ließ Sergio Pinto auf der linken Seite stehen und flankte auf Dimitar Rangelow. Der Bulgare ließ Robert Enke mit einem Kopfball aus zehn Metern in die linke untere Ecke keine Chance. Das passierte sechs Minuten vor Ende der ersten Halbzeit. Kurz vor dem 1:0 war Rangelow jedoch mit einem Ellenbogenscheck gegen Christian Schulz negativ aufgefallen.

Endgültig auf die Siegerstraße fand der FC Energie aber erst durch die Fehlleistung eines Hannoveraners. Der dänische Defensivmann Leon Andreasen musste wegen wiederholten Foulspiels in der 67. Minute den Platz verlassen, „ausgerechnet in der Phase, als wir langsam besser ins Spiel kamen“, klagte Hannovers Trainer Hecking. Bald darauf war es um seine Mannschaft geschehen. Erst stubste Rangelow den Ball nach einem Lattenkopfball von Emil Jula zum 2:0 über die Linie, kurz darauf schoss Angelow flach zum 3:0 ein. Dass Fahrenhorst auch noch einmal für Hannover traf, blieb eine Randnotiz.

„Die Mannschaft stand mal wieder mit dem Rücken zur Wand und hat im richtigen Moment Flagge gezeigt“, bilanzierte der Cottbuser Manager Steffen Heidrich. „Die Art und Weise, wie wir die Tore herausgespielt haben, war sehr überzeugend. Nun müssen wir auswärts nachlegen“ – am nächsten Sonntag in Dortmund.

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