3:1 im DVV-Pokal gegen United : BR Volleys ziehen ins Viertelfinale ein

In einem packenden Volleyballspiel setzten sich die BR Volleys gegen die United Volleys Rhein-Main im Achtelfinale des DVV-Pokals durch. Die Berliner gewannen die Begegnung 3:1.

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Die Berliner Graham Vigrass (l-r), Robert Kramm und Nikola Kovacevic beim Block. Foto: dpa
Die Berliner Graham Vigrass (l-r), Robert Kramm und Nikola Kovacevic beim Block.Foto: dpa

Es war laut am Donnerstagabend in der Max-Schmeling-Halle. Die BR Volleys, amtierender Meister, Pokal- sowie CEV-Cupsieger, spielten gegen die United Volleys Rhein-Main. Einer der Zuschauer aber ragte noch etwas heraus vom lauten Rest. Es war Jörg Krick, Geldgeber und Macher der Gäste aus dem Rhein-Main-Gebiet. "U-U-United" brüllte er mit voller Inbrunst, neben ihm hatte er seinen Anhang platziert, ausgerüstet mit Trommeln.

Jörg Krick und den United Volleys wird zugetraut, im deutschen Volleyball bald eine recht große Nummer zu sein. Krick gibt Geld für eine Idee, die einfach ist, aber eben nur dann aufgehen kann, wenn der finanzielle Hintergrund stimmt: Aus den besten vorwiegend deutschen Talenten eine Spitzenmannschaft formen.

Und das Spiel am Donnerstag machte sehr deutlich, dass der Weg für "U-U-United" zur Spitzenmannschaft womöglich nicht mehr weit weg ist. Im Pokalspiel verloren die Gäste gegen die BR Volleys knapp mit 1:3 (25:21, 22:25, 22:25, 27:29) und verpassten damit den Viertelfinaleinzug.

Am Ende hatten die Berliner die besseren Nerven

Der Manager der Berliner, Kaweh Niroomand, hatte im Vorfeld natürlich vor dem aufstrebenden Gegner gewarnt und auch angemerkt, dass es sich bei den Gästen im Gegensatz zu den kräftig umsortierten BR Volleys um ein eingespieltes Team handele. Mit zehn Spielern aus der vergangenen Saison ging United-Trainer Michael Warm in diese Spielzeit. Die Volleys dagegen verpflichteten ein halbes Dutzend neuer Spieler. Dass hier und da ein paar Trainingseinheiten und vor allem Spiele den Berlinern fehlen, wurde besonders im ersten Durchgang deutlich. Die United Volleys machten den ersten Punkt in diesem Satz und sollten die Führung, angetrieben von dem ehemaligen Volleys-Spieler Christian Dünnes, auch nicht mehr abgeben.

Im Sport kann so ein Erlebnis beflügeln, es kann aber auch dem Gegner den entscheidenden Impuls geben. Am Donnerstagabend war Letzteres der Fall. Die BR Volleys spielten im zweiten Durchgang wie ausgewechselt. Fast alles klappte, Diagonalangreifer Paul Carroll wurde von dem starken Zuspieler Sebastian Kühner immer wieder glänzend in Szene gesetzt. Auf der anderen Seite waren Dünnes, mehr noch aber der im ersten Satz ebenfalls starke United-Außenangreifer Robert Adrian Aciobanitei abgemeldet. Zwar kamen die Gäste gegen Ende noch einmal auf, doch hatten die Berliner am Ende die besseren Nerven. Eine Eigenschaft, die die Berliner offenbar aus der vergangenen in die aktuelle Saison transportiert haben. Denn auch in den Sätzen drei und vier hielt United lange mit, mehr noch, führte sogar über weite Phasen des Spiels. Doch beide Sätze und damit auch das Spiel gingen an die Volleys.

Und so verstummte am Ende selbst der lauteste unter den knapp 4200 Zuschauern, der Unternehmer Jörg Krick. Aber nach allem, was seine Mannschaft gegen die Volleys darbot, darf man sich sicher sein, dass Krick noch viel Gelegenheiten für laute Jubelschreie bekommen wird.

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