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3:1-Sieg gegen RB Salzburg : Europa League kann der FC Schalke

In der Bundesliga ist der FC Schalke 04 noch ohne Punkt, in der Europa League gelang ihm mit einem überzeugenden 3:1 gegen Salzburg im zweiten Spiel der zweite Sieg.

Schalke kann sich doch noch freuen. Der Mannschaft um Kapitän Benedikt Höwedes (2. von links) gelang ein überzeugender Sieg. Foto: AFP
Schalke kann sich doch noch freuen. Der Mannschaft um Kapitän Benedikt Höwedes (2. von links) gelang ein überzeugender Sieg.Foto: AFP

Schalke 04 hat mit einem überzeugenden Auftritt in der Europa League ein wenig Wiedergutmachung für den schlechtesten Bundesliga-Start in der Klub-Geschichte betrieben. Mit dem verdienten 3:1 (1:0) gegen Österreichs Fußball-Meister RB Salzburg schossen sich die Gelsenkirchener am Donnerstagabend den Frust aus dem Liga-Alltag und kamen zum zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel nach dem 1:0 gegen OGC Nizza vor zwei Wochen. Zugleich holten sie sich Selbstvertrauen für das richtungweisende Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach. "Leider zählen die Punkte nicht für die Bundesliga", sagte Schalkes Trainer Markus Weinzierl. "Aber wir nehmen das Positive mit."

Leon Goretzka (15. Minute) brachte die Schalker in Führung. Nach einer Flanke von Benedikt Höwedes erhöhte der Salzburger Duje Caleta-Car (47.) unfreiwillig per Eigentor für die Gastgeber. Um das 3:0 gab es einige Verwirrung. Erst wurde der Treffer von der Uefa Höwedes zugesprochen, später Naldo, am Ende doch wieder Höwedes. Der Spanier Jonatan Soriano (72.) konnte nur noch verkürzen. Insgesamt überzeugten die Schalker vor 48.374 Zuschauer, zeigten aber nach dem Gegentor einige Unsicherheiten. In drei Wochen müssen sie in der Gruppe I beim FK Krasnodar antreten.

Nach dem Fehlstart in der heimischen Liga mit fünf Niederlagen hatte Sportvorstand Christian Heidel und auch Trainer Markus Weinzierl zuletzt eindringlich auf die Mannschaft eingeredet. Weinzierl änderte seine Startformation gleich auf fünf Positionen im Vergleich zum 1:2 am Sonntag bei der TSG Hoffenheim. Große Wirkung zeigten beide Maßnahmen zunächst nicht. Die Schalker bemühten sich aber, die Partie zu kontrollieren. Auch die Salzburger warteten erst einmal ab. So spielte sich das Geschehen anfangs überwiegend im Mittelfeld ab. Der erste gelungene Angriff der Gastgeber nach einer Viertelstunde brachte dann gleich die Führung. Nach starkem Pass von Matija Nastasic kam Goretzka zum Abschluss. Erst reagierte RB-Torwart Alexander Walke herausragend, doch Groetzka bugsierte den abgewehrten Ball per Kopf im Nachsetzen ins Tor. In der Folgezeit entwickelte sich ein offenes Spiel. Auch weil die Gäste versuchten mitzuspielen, zu Chancen kamen sie gegen die konzentrierte Defensive um den wieder ins Team gerückte Naldo aber nicht. 

Die spielerischen Vorteile lagen bei den Schalkern. Vor allem der ebenfalls in die Mannschaft gerutschte Johannes Geis im defensiven Mittelfeld. Ein 50-Meter-Zuspiel von ihm hätte Schöpf beinahe zum 2:0 nutzen können. Salzburgs deutscher Keeper Walke verhinderte mit einem starken Reflex einen größeren Rückstand für sein Team. Kurz vor der Pause verzog Kolosinac aus aussichtsreicher Position.

Halbzeit zwei begann für den Bundesliga-Letzten optimal: Eine Flanke von Weltmeister Höwedes fälschte Duje Caleta-Car unglücklich ins eigene Tor ab. Die Gastgeber ließen nicht nach und kamen schon bald darauf zum 3:0. Erneut nach einem Eckball von Geis setzte erst Naldo den Ball an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball deutlich hinter der Linie aufkam. Doch das Spiel lief weiter. Breel Emobolo setzte nach und traf ebenso die Latte. Den abprallenden Ball drückte dann Höwedes über die Linie. Schalkes Kapitän wurde der Treffer später offiziell zugesprochen.

Danach war Schalke endgültig obenauf. Alessandro Schöpf vergab die größte Möglichkeit zum 4:0. Stattdessen mussten die Gastgeber nach einer Nachlässigkeit noch ein Gegentor hinnehmen. Die folgende Schwächephase überstanden die unbeschadet und kamen zum souveränen Erfolg. (dpa)

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