3:1-Sieg in der DEL : Eisbären gewinnen erneut gegen Mannheim

Auch im zweiten Spiel binnen einer Woche behalten die Eisbären gegen Mannheim die Oberhand. Dabei haben die Adler personell noch einmal mächtig nachgerüstet - was offenbar auch nötig ist.

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Torjubel für die Eisbären. Gegen Mannheim inzwischen fast schon Gewohnheit.
Torjubel für die Eisbären. Gegen Mannheim inzwischen fast schon Gewohnheit.Foto: Pollack

Mannheim und wieder Mannheim. Zwei Spiele gegen denselben Gegner innerhalb von sechs Tagen, und das nicht etwa in den Play-offs, sondern in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) – den Fans der Eisbären macht so etwas nichts aus. Am vergangenen Mittwoch kamen 13 600 Zuschauer in die Arena am Ostbahnhof, diesmal waren es sogar 13 900 Besucher: Duelle gegen die Badener haben eben für die Berliner ihren besonderen Reiz.

Wobei sie auch nicht immer große Spiele garantieren. Dem rauschhaften 5:2-Erfolg der Vorwoche ließen die Eisbären am Dienstag ein eher lapidares 3:1 (1:0, 0:0, 2:1) gegen Mannheim folgen. Aber das muss man auch erstmal schaffen gegen den Finalisten aus der Vorsaison und aktuellen Tabellenführer der DEL. Vor dem Spiel gab es eine gute Nachricht für alle Sympathisanten der Adler. Der immersolvente Klub aus Baden vermeldete den nächsten Zugang aus der brachliegenden National Hockey League (NHL). Jason Pominville verstärkt für die Zeit des Arbeitskampfes in der NHL die Mannheimer. Der Stürmer ist im Hauptberuf Kapitän der Buffalo Sabres, zum Glück für die Eisbären war der kanadische NHL-Star am Dienstag noch in Mannheim und nicht in Berlin. Erst am Mittwoch soll Pominville vorgestellt werden. Nach Denis Seidenberg und dem verletzten Marcel Goc ist Pominville bereits der dritte NHL-Profi im Mannheimer Team. Die Gefahr, dass die Adler bald ganz ohne angestammte DEL-Profis auskommen, besteht aber nicht. Sie haben nur noch eine Ausländerlizenz frei. Nun gut, Jochen Hecht könnte noch kommen, der ist ja sogar gebürtiger Mannheimer.

Luft nach oben ist also noch und die brauchen die Adler auch, um den Berlinern in dieser Saison – etwa in den Play-offs – mehr zu imponieren als zuletzt. Dabei versuchte es die Mannschaft von Trainer Harold Kreis diesmal mit vorsichtiger Taktik und rannte nicht ungestüm an. Für die Eisbären war das dankbar, sie fanden diesmal sofort ins Spiel und gingen etwas glücklich durch ein Überzahltor von André Rankel in Führung. Daraufhin wurde der Mannschaftskapitän von den Eisbären-Fans gefeiert, Lorenz Funk wird es mit Wohlwollen auf der Tribüne verfolgt haben.

Erstmals seitdem die Arena am Ostbahnhof steht, schaute der frühere Eisbären-Manager bei seinem ehemaligen Klub vorbei. Berlins einstiges Eishockeyidol hatte Rankel – als Funk später Manager der Capitals war – zu den Eisbären ziehen lassen.

Rankels Tor blieb lange der Höhepunkt in einem Spiel, in das erst gegen Ende des zweiten Drittels Spannung kam. Nun spielte Mannheim mit. Die beste Chance des Mitteldrittels hatte trotzdem ein Eisbär: Barry Tallackson, seit Wochen ohne Glück, traf den Pfosten. Steven Wagner machte es nach Vorlage von Seidenberg besser, kurz nach Beginn des letzten Abschnitts landete sein Distanzschuss im rechten Eck des Berliner Tores. Das Mannheimer Ausgleichstor hatten sich die Berliner durch ihre Lethargie verdient. Aber das war es ja noch nicht: Darin Olver erzielte nach einer Einzelleistung das 2:1, über den Fanghandschuh von Mannheims Torhüter Felix Brückmann hinweg. Wenig später traf Tallackson nach zuletzt elf Spielen ohne Tor wieder für die Eisbären – 3:1, Mannheim war geschlagen.

Für die Berliner war das Erfolgserlebnis wichtig nach den jüngsten Auswärtsniederlagen in Ingolstadt und Augsburg. Darin Olver sagte nach dem Spiel: „Wir waren heute richtig konzentriert. So dumm wie zuletzt in Ingolstadt und Augsburg wollten wir einfach nicht noch mal verlieren.“

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