Sport : 3:2 – Bielefeld gewinnt auch in Freiburg

Christoph Kieslich

Freiburg - Selbstbewusstsein klingt zum Beispiel so: „Gegen uns kann man schon mal verlieren.“ Uwe Rapolder trainiert mit Arminia Bielefeld die beste Auswärtsmannschaft der Liga, die mit dem 3:2 beim SC Freiburg ihren vierten Sieg in der Fremde feierte. Außerdem ist sie nun der beste Aufsteiger und besitzt eine Torgarantie namens Delron Buckley. Der zweifache Torschütze von Freiburg führt mit dem Nürnberger Marek Mintal die Torschützenliste an, und Rapolder erklärte die Schlüsselrolle Buckleys: „Er hat zehn unserer 15 Treffer erzielt – da beantwortet sich die Frage von selbst.“

Die Freiburger dagegen haben das siebte der letzten acht Spiele verloren, darunter sämtliche Vergleiche mit den drei Neulingen und trudeln am Tabellenende. „Was wir vorne gut machen, reißen wir mit dem Hintern wieder ein“, lamentierte Trainer Volker Finke, der Woche für Woche seine Abwehr umbesetzen muss, wo inzwischen „die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut“.

Das Bielefelder Selbstvertrauen, gespeist durch Offensivgeist, mündet in dem Effekt, den man im Fußball einen Lauf nennt, und dieser wiederum spiegelte sich in den ersten beiden Toren: Buckley aus 18 Metern via Innenpfosten zum 1:1; Owomoyela mit einem Hechtkopfball via Innenpfosten zur Führung – Tore, die einer Mannschaft gelingen, der „das Glück des Tüchtigen“ lacht, wie Torschütze Patrick Owomoyela sagte.

Für Trainer Uwe Rapolder war ausschlaggebend, dass die Arminia nach Coulibalys frühem 1:0 mit dem postwendenden 1:1-Ausgleich „sofort wieder zurück im Spiel“ war. Die Freiburger hatten nach starker Vorarbeit von Coulibaly durch Iaschwili zum 2:2 gleichgezogen. Als sich die Freiburger schon darauf eingerichtet hatten, nur mit einem Punkt aus dieser wegweisenden Partie zu gehen, kam es noch dicker: Freiburgs Verteidiger Kondé wollte Buckley abseits stellen, doch der clevere Torjäger der Arminia erwischte den richtigen Augenblick, lief davon und traf zum Siegtor.

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