3:2 gegen Ingolstadt : Torhüter Elwing bleibt beim Sieg der Eisbären souverän

Erst zum dritten Mal stand Sebastian Elwing in dieser Saison bei den Eisbären im Tor. Doch er ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und siegte mit seinem Team 3:2 gegen Ingolstadt. Die Berliner sind noch einige Male auf ihn angewiesen.

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Sebastian Elwing hatte gegen Ingolstadt viel zu tun. Foto: Imago/Bernd König
Sebastian Elwing hatte gegen Ingolstadt viel zu tun.Foto: Imago/Bernd König

Bloß nicht zucken! Fast eine Minute lang sangen die Fans: „Da steht ein Eisbär im Tor, Sebastian Elwing“. Doch der Goalie des deutschen Eishockeymeisters Eisbären Berlin rührte sich nicht in dieser Werbepause. Elwing stand einfach nur regungslos da. Volle Konzentration. Die brauchte der 33-Jährige auch, denn beim 3:2 vor 12.700 Zuschauern am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Arena am Ostbahnhof gegen den ERC Ingolstadt konnte sich Elwing über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen.

Schon vor dem Spiel hatten die Anhänger der Eisbären ihrem Torhüter den Rücken gestärkt. „Elle, wir steh’n hinter Dir“, stand auf einem Spruchband, das die Fans vor der Kurve ausgerollt hatten. Nach der Verletzung von Stammtorwart Rob Zepp, der mit einer Rippenprellung wohl noch einige Spiele verpassen wird, kam Elwing erst zu seinem dritten Saisoneinsatz in der Deutschen Eishockey-Liga. Dass es dabei erstmals zu einem Sieg für die Eisbären reichte, lag zu einem guten Teil auch an Elwing selbst. Immer wieder stand der Berliner Torwart im Blickpunkt und rettete für seine Vorderleute. Seine größte Tat vollbrachte Elwing in der 14. Minute, als er einen Penalty von ERC-Stürmer Patrick Hager abwehrte.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Eisbären schon 1:0, weil Shawn Lalonde in der 7. Minute gleich mit dem ersten Schuss der Berliner aufs gegnerische Tor traf. Die Ingolstädter ließen den Verteidiger ungehindert zum Abschluss kommen, dabei wollte der seinen Kollegen eigentlich nur Zeit zum Wechseln verschaffen. Auch bei den Toren von Darin Olver zum 2:0 und Florian Busch zum 3:0 halfen die Oberbayern, weil sie sich zuvor durch Strafzeiten selbst dezimiert hatten. Ansonsten bestimmte Ingolstadt über weite Strecken das Spiel und drängte die Eisbären immer wieder in deren Drittel zurück.

Mit einem Sieg hätten die Gäste ihren sechsten Rang verteidigt und den Abstand auf die neuntplatzierten Eisbären in der Tabelle auf 15 Zähler ausbauen können. Doch obwohl Ingolstadt noch einmal auf 2:3 herankam, blieben die drei Punkte in Berlin. Denn Sebastian Elwing im Eisbären-Tor war an diesem Tag nicht aus der Ruhe zu bringen. Nicht von den eigenen Fans und schon gar nicht vom Gegner.


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