3:4 gegen die DEG : Vergebliche Aufholjagd der Eisbären

Die Berliner Eisbären holen gegen die Düsseldorfer EG ein 1:3 auf - und verlieren trotzdem.

Katrin Schulze
Rankel
Anschlusstreffer. Der Berliner Rankel beim 2:3.Foto: dpa

Don Jackson mimte den Gelassenen. Er stützte seine Hände in die Hüfte, lehnte an der Plexiglasscheibe und verfolgte seelenruhig das gestrige Spiel seiner Eisbären gegen die Düsseldorfer EG. Selbst als seine Mannschaft mit zwei Toren zurücklag, verweilte der Berliner Trainer hinter der Bande in dieser starren Position. Jackson vertraute seinen Spielern offenbar. Zu Recht, wie sich her ausstellte. Denn die Eisbären kämpften sich in einer spannenden Begegnung der Deutschen Eishockey-Liga noch einmal heran, verloren dann aber im Penaltyschießen doch noch mit 3:4 (0:0, 1:3, 2:0/ 0:1).

Anfangs übertrug sich die legere Haltung des Trainers noch auf seine Profis – vor allem im Überzahlspiel brachten sie nicht viel zustande. Es mag an den kurzfristigen Ausfällen der Verteidiger Jens Baxmann und Frank Hördler (fiebrige Erkältung) gelegen haben, dass die Eisbären müde wirkten. Doch auch die Gäste aus Düsseldorf hatten einen nicht unwesentlichen Ausfall zu beklagen. Für den verletzten Stammtorhüter Jamie Storr spielte Jochen Reimer, der aber zumeist einen sicheren Eindruck hinterließ.

So hatten die Gastgeber anfangs Glück, dass DEG-Stürmer Brandon Reid nur die Latte traf. Viel mehr sehenswerte Aktionen durften die 13400 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof in den ersten 20 Minuten nicht bestaunen.

Erst vom Mitteldrittel an war zu erahnen, dass gestern Abend der Deutsche Meister auf den Halbfinalisten der vergangenen Saison traf. Die Niveauverbesserung lag zunächst an den Gästen: Nach nur 53 Sekunden traf Evan Kaufmann in Unterzahl zur 1:0-Führung für die Düsseldorfer. Zwar glichen die Eisbären durch einen sehenswerten Schlagschuss von Verteidiger Richie Regehr aus, mussten nur kurze Zeit später allerdings den nächsten Rückschlag hinnehmen – Daniel Weiß kassierte nach einem hohen Stock gegen Marian Bazany eine Spieldauerstrafe. „Das war natürlich eine sehr schwerwiegende Entscheidung“, sagte der Berliner Tyson Mulock.

Die logische Konsequenz: Die erneute Führung für Düsseldorf. Rob Collins und Evan Kaufmann erhöhten im Powerplay auf 3:1. Davon ließen sich die Berliner jedoch nicht beeindrucken und gingen im letzten Drittel engagiert zu Werke. Noch rechtzeitig genug. Denn erst traf André Rankel mit freundlicher Unterstützung des DEG-Torwarts, und Deron Quint glich sogar zum 3:3 aus. So ging eine Partie, deren Niveau sich mit zunehmender Spieldauer steigerte, ins Penaltyschießen, wo Daniel Kreutzer den entscheidenden Treffer für die DEG erzielte. Bereits am Freitag können sich die Eisbären aber für diese Niederlage revanchieren. Dann treffen sich beide Teams in Düsseldorf wieder.

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