3. Liga : Augenthaler trainiert Unterhaching

Weltmeister und Ex-Bayern-Star Klaus Augenthaler wird Trainer beim Drittligisten Unterhaching. Die Spielvereinigung kämpft um den Klassenerhalt. Nach zuletzt drei Niederlagen am Stück hat das Team nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Thomas Becker
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Unterhaching - Einst war die SpVgg Unterhaching im deutschen Fußball das Sinnbild für Bodenständigkeit und Bescheidenheit. Das lag auch an Geldgeber Toni Schrobenhauser, der im Vergleich zu anderen Mäzenen öffentlich selten in Erscheinung trat. Am Dienstag allerdings entließ Schrobenhauser handstreichartig Trainer und Manager. Neuer Sportlicher Leiter der SpVgg wird Francisco Copado – und Klaus Augenthaler übernimmt als Trainer die Mannschaft des Drittligisten.

Am Wochenende hatte der abstiegsgefährdete Münchner Vorortklub gegen Werder Bremen II mit 0:1 verloren, die wenigen Zuschauer brüllten: „Vorstand raus!“ Trainer Matthias Lust, der Nachfolger des entlassenen Ralph Hasenhüttl, hatte in seinem dritten Spiel die dritte Niederlage kassiert – und nur noch einen Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Sein Nachfolger saß da schon auf der Tribüne im Hachinger Sportpark: Klaus Augenthaler, der Weltmeister von 1990. Der 52-jährige ist seit Mai 2007 ohne Trainerjob. Zuletzt betreute er den VfL Wolfsburg.

Die Lage in Unterhaching ist prekär

Derzeit arbeitet Augenthaler für den Bayerischen Rundfunk als Chefkritiker in der Sendung „Heute im Stadion“. Schon am Dienstag leitete er das Training des früheren Bundesligisten, heute steht er im Spiel bei Holstein Kiel erstmals in der Verantwortung. Augenthalers Vertrag läuft zunächst bis zum Saisonende. „Die Situation ist prekär, aber ich bin sicher, dass wir die Klasse erhalten“, sagte Augenthaler.

Auch im Management nahm der Klub Veränderungen vor. Ralf Bucher wird Manager, Schrobenhausers Schwiegersohn Francisco Copado soll die sportlichen Geschicke des Klubs lenken. Präsident Engelbert Kupka erklärte die Radikalkur so: „Wir wollen aggressiv ins Fußball-Geschäft zurückkehren.“

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