Sport : 30 Fahnder bei der Razzia

Im Zuge der Ermittlungen gegen den ehemaligen Fecht-Bundestrainer Emil Beck und seine Familie ist es zu umfangreichen Durchsuchungsaktionen in Tauberbischofsheim und Umgebung gekommen. Bei der von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Mannheim angeordneten Razzia durchsuchten Fahnder 13 verschiedene Stellen, darunter den Fechtclub Tauberbischofsheim als Becks ehemaliger Wirkungsstätte und die dazu gehörende Marketing-Agentur SMT. Dies berichtet die "Main Post".

Über den genauen Umfang des sichergestellten Materials wollte der Leiter der Ermittlungen, Oberstaatsanwalt Hubert Jobski, keine Angaben machen. Die Auswertung werde sicher ein paar Wochen dauern. Bei der Durchsuchungsaktion seien etwa 30 Personen im Einsatz gewesen.

"Die Verantwortlichen des FCT und der SMT unterstützen nachhaltig die Untersuchungen der Ermittlungsbehörden", heißt es in einer Pressemitteilung des Fechtclubs und der Sport Marketing Tauberbischofsheim GmbH (SMT). "Sie verbinden damit die Erwartung, dass das Verfahren baldmöglichst zum Abschluss gebracht wird."

Gegen den ehemaligen Leiter des Olympia-Stützpunktes Tauberbischofsheim läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue. Becks Sohn René war bis Februar Geschäftsführer der SMT. Nur kurze Zeit nachdem René Beck freiwillig diese Position abgegeben hatte, waren Vorwürfe gegen die Familie Beck laut geworden. Dabei stehen vor allem die weiterhin ungeklärten Zahlungen an einen Golfklub bei Osterburken, den Emil Beck in jüngster Vergangenheit mit großzügigen Finanzspritzen unterstützt haben soll, im Blickpunkt der Ermittlungen.

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