31:25 gegen Magdeburg : Füchse Berlin: Selbstbewusstsein siegt

Die Füchse Berlin festigen mit einem 31:25-Erfolg über den SC Magdeburg ihren neunten Tabellenplatz

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So sieht Entschlossenheit aus. Markus Richwien erzielte gegen Magdeburg sechs Tore für die Füchse.Foto: nordphoto

Berlin - Es wurde diesmal erst gar nicht lange herumgeredet und wie sonst üblich Zweckpessimismus verbreitet. „Wir sind gegen den SC Magdeburg das erste Mal Favorit“, sagte Bob Hanning. Das war eine klare Ansage des Geschäftsführers der Füchse Berlin an sein Team nach drei Niederlagen hintereinander. Die Mannschaft aber hatte ganz offensichtlich nicht anders gedacht. Selbstbewusst ging sie in der mit 9000 Zuschauern ausverkauften Max-Schmeling-Halle zu Werke, ließ dem noch vor wenigen Jahren zur internationalen Spitze im Klub-Handball zählenden Gegner keine Chance. Mit 31:25 (15:13) holten die Berliner sich im 22. Spiel ihren elften Saisonsieg. „Anfangs waren wir noch etwas nervös, aber letztlich in der zweiten Halbzeit etwas frischer“, sagte Trainer Dagur Sigurdsson, der die Deckung und die starke Torhüterleistung besonders hervorhob.

Wie schon beim Erfolg in Magdeburg im vergangenen Jahr war Nationaltorhüter Silvio Heinevetter der überragende Spieler bei den Füchsen. 14 Bälle wehrte der gegen seine alten Mannschaftskameraden besonders motivierte 25-Jährige ab, krönte seine starke Leistung mit drei gehaltenen Siebenmetern. Und das ausgerechnet in Situationen, in denen es für das Team von Sigurdsson etwas enger wurde. Den ersten Strafwurf beim 13:9 (22. Minute), den zweiten beim 15:12 (27.) und den dritten beim 19:16 (39.). Bis dahin sah Magdeburgs Trainer Sven Liesegang „im Ostderby zwei ziemlich gleichwertige Mannschaften“. Erst in der letzten Viertelstunde seien die Füchse deutlich besser gewesen.

Der Berliner Bundesligist, der mit diesem Erfolg den neunten Tabellenplatz gefestigt hat, hatte das Spiel allerdings deutlicher im Griff, als es die Zwischenergebnisse ausdrückten. Die Deckung agierte sehr beweglich, und im Angriff wechselte Sigurdsson sehr häufig. „Es hat sich später ausgezahlt, dass Runar Karason und Kjetil Strand gleichwertig eingewechselt werden konnte. Dadurch konnten wir in der zweiten Halbzeit das Tempo weiter hochhalten“, sagte der Trainer der Füchse. Beim 29:22 (56.) hatten die Gastgeber den größten Vorsprung herausgespielt, die Begegnung war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. So konnte Sigurdsson auch die Nachwuchsspieler Colja Löffler und Johannes Sellin einsetzen, die beide je einen Treffer zum viel umjubelten Erfolg beisteuerten.

Phasenweise wirkte auch Abwehrchef Stian Vatne wieder mit, der nach einer Muskelverletzung sein erstes Spiel für die Füchse in diesem Jahr bestritt. „Er ist für uns sehr wichtig, in der Abwehr, aber auch als Motivator“, sagte Dagur Sigurdsson über ihn. Lob verdiente sich aber vor allem ein weiterer seiner Spieler, der weiterhin den fehlenden Linksaußen Konrad Wilczynski ersetzt: Ivan Nincevic. Mit acht Treffern, darunter drei Siebenmetern, war er nicht nur erfolgreichster Werfer – vor Markus Richwien mit sechs und Bartlomiej Jaszka mit vier –, er beeindruckte auch mit frechen Aktionen und großer Wurfvariabilität. Kaum zu glauben, dass der Kroate nur noch bis zum Saisonende bei den Füchsen aushelfen soll.

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