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32:23 gegen Bergischer HC : Füchse Berlin feiern ersten Saisonsieg

Die Füchse Berlin feiern bei ihrer Heimpremiere den ersten Sieg in dieser Saison. Der Handball-Bundesligist konnte sich am Freitagabend mit 32:23 gegen den Bergischen HC durchsetzen.

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Dagur Sigurdsson stellte die Taktiktafel seitlich an seinen Stuhl, und da blieb das plastische Stück dann auch fast die gesamte zweite Halbzeit stehen. Nur in der Auszeit kam es noch mal ganz kurz zum Einsatz – ein klares Signal: Sigurdsson, der Trainer der Füchse Berlin, war ziemlich zufrieden mit dem, was seine Mannschaft da am Freitagabend im ersten Heimspiel der Saison auf die Platte gebracht hatte. Sechs Tage nach der Niederlage in Göppingen zum Bundesliga-Auftakt wendeten die Füchse einen Fehlstart ab und setzten sich vor 7150 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mit 32:23 (18:10) gegen den Bergischen HC durch. „Es war wichtig, unser erstes Heimspiel zu gewinnen, um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das anfühlt“, sagte Sigurdsson.

Der Isländer hatte zunächst überraschend Paul Drux in die Startformation beordert, und der frisch gekürte U-20-Europameister rechtfertigte diese Entscheidung umgehend. Drux erzielte die ersten beiden Treffer der Partie selbst, initiierte darüber hinaus zahlreiche erfolgreiche Aktionen und konnte vom BHC nur mit unlauteren Mitteln gestoppt werden: Nach einem rüden Foul ging der Rückraumspieler im Sinne der Körperschonung kurzzeitig auf die Bank. In dieser Phase tat sich dann Petar Nenadic hervor. Der für den verletzten Bartlomiej Jaszka nachverpflichtete Spielmacher der Berliner hatte zur Pause bereits fünf Treffer erzielt und damit maßgeblichen Anteil an der deutlichen Führung der Füchse – 18:10. Dass BHC-Trainer Sebastian Hinze im Gegensatz zu Sigurdsson so gar nicht einverstanden sein konnte mit der Darbietung seines Teams, zeigte sich nicht zuletzt an der Tatsache, dass Hinze bereits nach zwölf Minuten alle ihm zur Verfügung stehenden Auszeiten verbraucht hatte. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, und das hat sich dann auch so fortgesetzt“, sagte der Gäste-Trainer.

Mit einer komfortablen Führung im Rücken blieben die Berliner auch in der zweiten Halbzeit ihrem auf personeller Rotation basierenden System treu. Nach 31 Minuten hatte Coach Sigurdsson alle ihm zur Verfügung stehenden Feldspieler eingesetzt, der ehemalige A-Junior Willy Weyhrauch durfte sich über seine ersten Treffer in der Bundesliga freuen. Am Ende war Nenadic neben Drux (6) mit sieben Treffern bester Werfer der Partie. „Es ist schön zu sehen, dass die Mannschaft langsam zusammenfindet, dass sie Spaß am Spiel hat und dass sich die Neuen gezeigt haben“, sagte Sigurdsson. Auch Kasper Nielsen, in dieser Woche für den verletzten Abwehrchef Denis Spoljaric nachverpflichtet, kam am Freitagabend zum Einsatz. „Er war der Spieler, der uns in der Defensive Stabilität verliehen hat“, sagte Manager Bob Hanning. Viel mehr Lob zu Beginn geht kaum.

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