• 32. Spieltag: Nicht ästhetisch, aber effektiv: Schalke besiegt schwache Bochumer 3:0

32. Spieltag : Nicht ästhetisch, aber effektiv: Schalke besiegt schwache Bochumer 3:0

Nach einer halben Stunde Anlaufzeit fand Schalke ins Spiel gegen den VfL Bochum und nahm den Sieg sicher mit nach Hause. Mit dem 3:0 haben die Gelsenkirchener Konkurrent Bremen damit erst einmal überholt.

Jörg Strohschein
Schalke
Jubel in Schalke. -Foto: dpa

Bochum - Der neu entdeckte Spaß am Spiel war beim FC Schalke 04 offenbar ein nur sehr flüchtiger Gast, mittlerweile regiert wieder die harte und wenig ansehnliche Arbeit die Bemühungen der Akteure. Doch zumindest die Ergebnisse unter dem Schalker Trainerduo Mike Büskens und Youri Mulder stellen die Westfalen zufrieden. Mit dem gestrigen 3:0 (1:0)-Erfolg beim VfL Bochum haben die Schalker ihre Absicht unterstrichen, die laufende Saison unter den ersten drei Teams beenden zu wollen. Zumindest für eine Nacht sind sie nun Zweiter. Zehn Punkte aus den vergangenen vier Partien zeugen zumindest von einer bemerkenswerten Effektivität, auch wenn die Darreichungsform oft an der ästhetischen Schmerzgrenze entlang schrammt.

Dass die Schalker im Bochumer Stadion durch den Kopfballtreffer von Gerald Asamoah in der 34. Minute überhaupt in Führung gehen konnten, hatten sie zum einen einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters zu verdanken. Knut Kircher hatte die Partie trotz einer Abseitsstellung des Flankengebers Ivan Rakitic weiterlaufen lassen. Zum anderen verstand es Bochums Mittelfeldspieler Christoph Dabrowski in den Minuten zuvor nicht, wenigstens eine seiner beiden großen Möglichkeiten zu nutzen. Mit Ausnahme dieser wenigen Momente sorgten beide Mannschaften in der ersten Hälfte immer nur dann für neuerliche Aufregung bei den rund 31300 Zuschauern, wenn sie wieder einmal einen ihrer unzähligen Fehlpässe produzierten.

Auch später vermochten es beide Teams kaum einmal, ihr Spielniveau zu erhöhen. Die Schalker profitierten mit zunehmender Spieldauer von der Desorientierung der Bochumer, die zwar bemüht waren, aber keinerlei Struktur in ihr Spiel bekamen. Und spätestens als der bis dahin enttäuschende Ivan Rakitic den Ball nach einer bemerkenswerten Vorarbeit von Halil Altintop zum 2:0 verwertete, schien die Partie zugunsten der Schalker entschieden. Zu bescheiden waren die Mittel der Bochumer an diesem Abend. Im Anschluss daran verstanden es die Schalker immerhin geschickt, die Bochumer möglichst weit von ihrem Tor entfernt zu halten und den Auswärtserfolg nicht mehr in Gefahr zu bringen. Marcelo Bordon verwertete in der 85. Minute dann sogar noch eine Flanke von Rakitic zum letztlich verdienten 3:0-Endstand. Jörg Strohschein

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