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4:0-Gala gegen Italien : Viva la Dinastia - Spanien ist Europameister

Der Welt- und Europameister ist einfach nicht zu besiegen. Im Finale der EM dominieren die Spanier gegen Italien und holen sich somit den dritten großen Titel innerhalb von vier Jahren - und das ist nicht der einzige Rekord.

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Im EM-Finale von Kiew erlebten die Italiener dann aber selbst eine bittere Enttäuschung und wurden von Spanien 4:0 vom Platz geschossen.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dapd
01.07.2012 23:13Im EM-Finale von Kiew erlebten die Italiener dann aber selbst eine bittere Enttäuschung und wurden von Spanien 4:0 vom Platz...

Was für eine Fußball-Demonstration! Das Olympiastadion leuchte Rot-Gelb, die Zuschauerschaft sang „Viva España!“, „Campeones!“ und „A por ellos!“, auf sie! Kiew bot einen angemessenen Rahmen für den neuen Europameister, der schon der alte war und zwischendurch auch Weltmeister. Spaniens Nationalelf siegte im EM-Finale mit zuvor kaum erwarteter Souveränität und durch Tore von David Silva, Jordi Alba, Fernando Torres und Juan Mata 4:0 (2:0) über Italien.

"Ich bin stolz auf meine Spieler. Die ganze Mannschaft hat gut zusammengehalten. Wir hatten viel Ballbesitz, das ist unser Spiel, das haben wir bis zur Perfektion gebracht", sagte Spaniens Trainer Vicente del Bosque über
sein Team. Es war der höchste Sieg in der Geschichte aller EM- und WM-Finals, eine Demütigung für den stolzen Besieger der deutschen Mannschaft und die Begründung einer Dynastie, wie sie im Fußball ihresgleichen sucht. Drei Finalsiege in vier Jahren sprechen für die Dominanz dieser katalanisch-kastilischen Seleccion, die in der Vorrunde schwächelte und dann im wichtigsten Spiel des Turniers ihre beste Leistung zeigte.

Spanien spielte über weite Strecken fast so furios auf wie 2008 in Österreich und der Schweiz. Wer will es nach der Machtdemonstration von Kiew noch wagen, den spanischen Stil als langwellig zu kritisieren? Wenn die Konkurrenz nicht mithalten kann mit den Campeones, so ist das nicht deren Problem.

Die Bilder des EM-Finals:

Die Bilder der EM
Griechenlands Giorgios Karagounis versteht die Welt nicht mehr. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Russland schießt er das 1:0 und seine Mannschaft damit ins Viertelfinale. Da durfte er aber gesperrt nicht mitwirken, weil er für eine vermeintliche Schwalbe seine zweite Gelbe Karte des Turniers sah.Weitere Bilder anzeigen
1 von 18Foto: Reuters
02.07.2012 00:22Griechenlands Giorgios Karagounis versteht die Welt nicht mehr. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Russland schießt er das 1:0...

Geradezu symbolisch war es Xavi Hernandez, Spaniens im Halbfinale gegen Portugal noch so enttäuschender Zeremonienmeister, der in den entscheidenden Momenten den Fuß im Spiel hatte. Der Xavi vom Sonntag war der wahre Xavi, wie auch die Spanier diesmal die wahren Spanier waren. Nahezu ungestört zogen sie ihr Spiel auf, und es geschah, was irgendwann immer bei der erdrückenden Dominanz dieser Mannschaft geschieht. Es fiel ein Tor, diesmal sogar ein sehr frühes. Wieder nahm die Kombination ihren Anfang bei Xavi, doch den entscheidenden Pass in die Tiefe spielte sein bei diesem Turnier überragender Adjutant Andres Iniesta, perfekt in den Lauf von Cesc Fabregas. Der Italiener Giorgio Chiellini rückte ihm denkbar nah auf den Leib, doch Fabregas hob den Ball in die Mitte, vorbei am aus seinem Tor stürzenden Gianluigi Buffon direkt auf den Kopf von David Silva. Der kleine Dribbler von Manchester City kommt nicht allzu oft in den Genuss eines Kopfballtores, aber in diesem Fall machte er vor dem längeren Andrea Barzagli mit Geschick und Technik alle körperlichen Nachteile wett.

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