4:0 in Nürnberg : Der HSV siegt gegen den Trend

Aufsteiger 1. FC Nürnberg unterliegt dem wiedererstarkten Hamburger SV 0:4 - trotz eines weitverbreiteten fränkischen Vorweihnachtsglaubens.

Wolfgang Laaß

Nürnberg - In der Vorweihnachtszeit ist der Glaube an einen Heimerfolg des 1. FC Nürnberg besonders groß. Seit 16 Jahren hatte der fränkische Traditionsverein seinen letzten Auftritt des Jahres vor eigenem Publikum nicht mehr verloren. Eine schöne Serie, die etwas Zuversicht spenden sollte vor dem gestrigen Bundesliga-Spiel gegen den zuvor sieben Mal in Folge sieglosen Hamburger SV. Sonst gibt es nämlich nicht mehr viel, woran sich die FC-Fans halten können. Zu schwach hatte sich die Elf von Trainer Michael Oenning zuletzt präsentiert. Und auch diesmal wurde es aller Statistik zum Trotz nicht besser: 0:4 (0:0) verlor der 1. FC Nürnberg vor eigenem Publikum gegen die Hamburger.

Beim Gast stand Mladen Petric erstmals seit mehr als zwei Monaten wieder in der Startelf und hätte bereits in der 11. Minute seine Mannschaft in Führung bringen können. Nürnberg hielt zunächst mutig dagegen, Christian Eigler boten sich in einer abwechslungsreichen Begegnung zwei Torchancen. Ansonsten hatten beide Torhüter vor 44 865 Zuschauern vorerst nicht viel zu tun, da es beide Mannschaften mit dem Abschluss nicht so genau nahmen. Im zweiten Durchgang profitierte der Favorit dann aber vom schnellen 1:0. Eljero Elia erzielte zwei Minuten nach der Pause die Hamburger Führung.

„Nach dem 0:1 haben wir uns ergeben“, sagte Trainer Michael Oenning. Seine Nürnberger waren nun gezwungen, früh ein höheres Risiko einzugehen – und wurden dafür von den abgeklärten Hamburgern bestraft. Marcell Jansen, Tunay Turan und wiederum Elia erledigten den Rest. „Die drei Punkte haben wir uns verdient, weil wir den Gegner beherrscht haben“, sagte HSV-Coach Bruno Labbadia. Wolfgang Laass

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