4:1 gegen Bremerhaven : Eisbären Berlin mal kurz gesund

Die Eisbären beginnen gegen Bremerhaven zum ersten Mal in dieser Saison mit vier gesunden Offensivreihen – bis sich ein Stürmer wieder verletzt.

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Der wieder genesene Marcel Noebels erzielte sein erstes Saisontor.
Der wieder genesene Marcel Noebels erzielte sein erstes Saisontor.Foto: Imago

Es war so ein wenig der Tag neu entdeckter Stärke bei den Eisbären. Denn die Herren Aubrey, Lingley und Noebels, die am Freitag im Spiel gegen die Fischtown Pinguins bei den ersten drei Toren zuerst jubelten, hatten allesamt noch nicht getroffen in dieser Saison der Deutschen Eishockey-Liga. Jedenfalls mündete die engagierte Leistung der Eisbären vor 13 141 Zuschauern in der Berliner Arena in einem 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)-Erfolg, womit die Eisbären bei nur noch drei Spielen in der Hauptrunde den Pre-play-offs sehr nah gekommen sind – seit Freitag sind sie Tabellenneunter.

Das hatte es in dieser Saison bei den Eisbären noch nicht gegeben: Trainer Uwe Krupp konnte am Freitag aus 13 gesunden Stürmern auswählen. Laurin Braun musste somit als Zuschauer auf die Tribüne, die Berliner traten mit vier Sturmreihen und sieben Verteidigern an und das erwies sich von Beginn an als positiv: Ohne Angst vor zu großen Substanzverlust spielten sie ein hohes Tempo. Das mussten sie allerdings auch, denn Bremerhaven trat ebenfalls in voller Mannschaftsstärke an und das die vor allem aus Nordamerikanern bestehende Auswahl aus der Küstenstadt ordentliches Eishockey spielen kann, hat sie ja schon häufig gezeigt in dieser Saison – unter anderem bei zwei Heimsiegen gegen die Eisbären.

André Rankel flog mit dem Kinn an die Bande und musste runter

Am Freitag aber waren die Pinguins wie auch das Team aus Bremerhaven nicht daheim, zum Glück wie Uwe Krupp fand. „Denn wir spielen einfach lieber zu Hause als auswärts.“ Das war zuletzt bei den elf Berliner Auswärtsniederlagen in Serie nicht zu übersehen, dass die Eisbären Heimweh hatten. Auf eigenem Eis ging es dann am Freitagabend auch ansprechend los, gleich im ersten Berliner Powerplay traf Louis-Marc Aubry zur 1:0-Führung, es war beim vierten Einsatz der erste Treffer des Kanadiers überhaupt für die Eisbären.

Auf dem frühen Treffer hätten die Berliner aufbauen können, das gelang ihnen aber zunächst nicht. Zu allem Unglück flog ihr Kapitän André Rankel im zweiten Drittel mit dem Kinn an die Bande und musste verletzt passen. Womit die Eisbären schon wieder keine kompletten vier Sturmreihen mehr hatten.

Und die Eisbären zitterten sich gegen die sehr strukturiert spielenden Bremerhavener lange durch das zweite Drittel. Doch dann kam die Wende. Zunächst schoss Zugang Charles Lingley sein erstes Tor für die Eisbären, dann gelang dem wieder genesenen Marcel Noebels sein erstes Saisontor. Es stand plötzlich 3:0 für die Eisbären, warum auch immer – glücklich war das allemal.

Aber vom Glück waren die Eisbären in dieser Saison nicht immer verfolgt, insofern ging das schon in Ordnung. Im letzten Drittel traf Jonas Müller sogar zum 4:0. Bremerhaven kam noch zum Ehrentreffer. Vier Tore hatten die Eisbären zuletzt am 4. Dezember geschossen – beim 4:2-Heimsieg gegen Bremerhaven.

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