• 4:2-Erfolg über Djurgardens IF: Eisbären mit viertem Sieg bei der European Trophy

4:2-Erfolg über Djurgardens IF : Eisbären mit viertem Sieg bei der European Trophy

Die Eisbären gewinnen ihr sechstes von acht Guppenspielen der European Trophy 4:2 gegen Djurgardens IF und näherten sich dem Einzug in die Finalrunde Anfang September.

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Berlin - Mangelnde Einsatzbereitschaft lässt sich den Fans des führenden Berliner Eishockeyunternehmens nun wirklich nicht unterstellen. Selbst bei brütender Hitze ziehen sie die kühle Halle dem Badesee vor. Gestern waren es immerhin 7200 Anhänger, die bei 28 Grad Außentemperatur am Nachmittag in der recht frischen Berliner Großarena vorbeischauten. In Kleidchen und Shorts zogen sie zum Spiel der Eisbären gegen Djurgardens IF und wurden für ihr Engagement belohnt: Die Eisbären gewannen ihr sechstes von acht Guppenspielen der European Trophy 4:2 (1:1, 0:1, 3:0) und näherten sich dem Einzug in die Finalrunde Anfang September.

Für das lebhafte Element der Partie zeigten sich zunächst die Gastgeber verantwortlich. Obwohl sie weiterhin auf Rückkehrer Denis Pederson verzichten mussten, der noch nicht das gewünschte Fitnesslevel erreicht hat, spielten sie anfangs zügig nach vorne. Keine fünf Minuten standen die Berliner auf dem Eis, da trickste Tyson Mulock den Gegner mit Erfolg aus. Viel mehr ließen die Gäste aus Stockholm im ersten Drittel nicht zu. Im Gegenteil, „sie stehen hinten gut und machen es uns schwer“, wie Eisbären-Stürmer André Rankel fand. Zudem ärgerten sie die Berliner immer wieder mit schnellen Vorstößen. In der zwölften Minute konnte Verteidiger Dominik Bielke einen Sturmlauf der Schweden nur rüde stoppen, indem er Jimmy Ölvestad regelwidrig zu Fall brachte. Den fälligen Penalty verwandelte Ölvestad dann gleich selbst zum 1:1-Ausgleich.

Überhaupt schlägt sich die Abwehr der Eisbären gerade mit allerlei Problemen herum. Richie Regehr und Constantin Braun fielen der Härte der eigentlich als Vorbereitung gedachten Veranstaltung schon zum Opfer – beide erlitten eine Gehirnerschütterung. Die Personallücke musste gestern erneut der etatmäßige Stürmer Sven Felski schließen. Dass seine Stärke aber auch weiterhin im Angriff liegt, bewies der 35-Jährige in der 46. Minute mit seinem schönen Treffer zum 2:2: Über den Kopf des Gäste-Torwarts hinweg jonglierte er den Puck ins Netz – und erfreute damit nicht nur seinen Trainer. „Ich bin stolz, dass wir so zurückgekommen sind“, sagte Don Jackson: „Die Moral stimmt.“ In der Tat waren Jacksons Eisbären nun wieder wach. Mehr noch: Nachdem Rankel sie wieder in Führung geschossen und Alexander Weiß kurz vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor auf 4:2 erhöht hatte, klatschten sich die Fans auf den Rängen erst richtig warm. Ihr Ausflug ins Kühle hatte sich gelohnt.

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