4:2 gegen Nürnberg : Werder braucht die Show

Beim 4:2 gegen den Abstiegskandidaten und Hertha-Konkurrenten 1. FC Nürnberg führt Werder Bremen schon 3:0, muss dann aber noch um den Sieg zittern.

BremenWerder Bremen hat mit dem 4:2-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg die angekündigte Aufholjagd gestartet. Allerdings mussten die Bremer mächtig zittern, nachdem sie zur Halbzeit schon mit 3:0 geführt hatten und die letzten Minuten nach einem Platzverweis gegen Torsten Frings nur noch zu zehnt waren. Clemens Fritz erzielte in der Nachspielzeit das erlösende 4:2.

Mehr als 180 Bundesligaspiele hat Per Mertesacker bereits absolviert, gestern hat der Nationalverteidiger zum ersten Mal in seiner Karriere zwei Treffer in einem Spiel erzielt. Werders Stadionsprecher nannte genüsslich die Sekunden, die gespielt waren, als der 1,98 Meter große Mertesacker zum ersten Mal zuschlug. Er traf per Kopf nach einer Ecke von Mesut Özil von der rechten Seite, als gerade einmal 43 Sekunden verstrichen waren. Nach zwanzig Minuten durfte Mertesacker erneut fast unbehindert einköpfen, diesmal hatte Marko Marin die Ecke von der linken Seite getreten. In der 36.Minute bediente Marin den Kollegen Tim Borowski, der den Ball locker zum 3:0 ins Netz beförderte.

Weil die Bremer immer dann, wenn sie vorne zaubern, hinten zaudern, kamen auch die Gäste zu Chancen. Doch im Werder-Tor stand ein hellwacher Sebastian Mielitz. Der 20-Jährige war zu seinem dritten Einsatz bei den Profis gekommen, weil sich Tim Wiese mit Wadenproblemen herumquält und der eigentliche Ersatzmann Christian Vander nach einem Magen- und Darminfekt noch nicht wieder auf dem Damm war. Er sei nicht aufgeregt, hatte Mielitz vor dem Spiel erklärt, nicht mehr als vor einem Match in der 3. Liga, wo er normalerweise spielt.

Ruhig und abgeklärt wirkte der U-20-Nationalkeeper, lenkte einen Kopfball von Mike Frantz nach einer knappen halben Stunde über die Latte, war kurz darauf gegen Dennis Diekmeier auf dem Posten und machte auch noch gute Chancen von Andreas Ottl und Javier Pinola zunichte. Machtlos war er, als Nürnberg direkt nach der Pause durch Frantz zum 1:3 kam. Werder nahm sich zurück und die Nürnberger kamen zurück ins Spiel. Eric-Maxim Choupo-Moting schaffte per Handelfmeter den Anschlusstreffer zum 2:3.

Nach einem höchst zweifelhaften Platzverweis gegen Torsten Frings in der 82. Minute wackelte Werder in den Schlussminuten, doch Clemens Fritz erlöste die Bremer in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 4:2-Endstand.

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