4:3 gegen Mannheim : Eisbären Berlin feiern glücklichen Sieg

Die Eisbären Berlin blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Gegen Mannheim setzte es am Sonntag einen glücklichen 4:3-Sieg.

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Nach dem Treffer von Darin Olver blühten die Eisbären plötzlich auf.
Nach dem Treffer von Darin Olver blühten die Eisbären plötzlich auf.Foto: dpa

Das war dann so ein Wochenende, das eine Mannschaft aufbauen könnte. Sechs Punkte haben die Eisbären aus den Heimspielen gegen Augsburg und Mannheim geholt - ohne dabei hohe Eishockeykunst zu bemühen. War das 6:4 gegen die Schwaben am Freitag in einem niveauarmen Spiel verdient, so hatten die Berliner sich dann am Sonntag ihr Glück erkämpft und gewannen gegen die Adler Mannheim ein Spiel 4:3 (1:1, 2:1, 1:1), das die Adler Mannheim nicht hätten verloren müssen. Denn die Badener waren, wie Eisbären-Trainer Uwe Krupp sagte, „zwei Drittel lang die bessere Mannschaft“.

Den glücklichen Siegern vom Sonntag fehlt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) das naheliegende Derby. Die Berlin Capitals gibt es schon lange nicht mehr und dann haben sich dieses Jahr auch noch die Hamburg Freezers verabschiedet. Also müssen bei den Eisbären nun die Spiele gegen Mannheim als emotional aufgeladene Derbys herhalten - bei 600 Kilometern Entfernung. So wurden auch am Sonntag die Spieler der Adler von den 11 529 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof mit mehr Schmähgesängen empfangen als sonst üblich. Sportlich liegen der Rekordmeister der DEL (sieben Meisterschaften) und der sechsmalige Titelgewinner Mannheim inzwischen weiter auseinander als emotional: Da sind die Mannheimer klar vor den Eisbären, die diesmal nicht so gut in die Saison gekommen sind. Auch am Sonntag verschliefen die Eisbären den Spielanfang, nach nur 49 Sekunden traf Jamie Tardiff und die Mannheimer lagen 1:0 vorn. Mit etwas Glück glichen die Eisbären nach einem Konter durch Jens Baxmann noch im ersten Drittel aus und so kam das Spiel dem Favoriten vom Verlauf her nicht entgegen.

Bilanz nach 13 Spielen: sieben Siegen und sechs Niederlagen

Wütend rannten die Adler an und vergaben dabei eine Torchance nach der anderen, die beste davon durch Markus Kink. Er schoss tatsächlich am leeren Tor vorbei als Eisbären-Torwart Petri Vehanen schon geschlagen war. Gegen Mitte des Spiels traf dann Chad Kolarik doch zum 2:1 für die Mannheimer und damit hätte alles klar sein müssen. War es aber nicht, weil die Eisbären  tatsächlich mal einen Konter bekamen und den nutzte Darin Olver, um Mannheims Torwart Youri Ziffzer zu bezwingen. So ist das eben mitunter im Eishockey, nun blühte die über 30 Minuten lang schwächere Mannschaft auf. Noch im Mitteldrittel brachte Kyle Wilson die Eisbären in Führung. Im Powerplay glichen die Adler anfangs des letzten Drittels durch Aaron Johnson aus, doch wenig später gelang Bruno Gervais die erneute Führung für die Eisbären. Und das 4:3 reichte den Berlinern zum Sieg und reichte Sean Simpson dann später, um ein lapidares Fazit vom Stapel zu lassen. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte der Mannheimer Trainer. Doch, das hätte er: Seine Spieler hätten mehr Tore schießen müssen.

13 Spieltage sind nun in der DEL vorbei, die Eisbären haben gegen jeden Gegner einmal gespielt. Ihre Bilanz liegt bei sieben Siegen und sechs Niederlagen. Das geht, denn vor dem Wochenende sah es viel schlimmer aus für die Berliner. „Wir haben uns wieder herangekämpft“, sagte Jens Baxmann. „Insofern war das Wochenende ein Erfolg.“

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