• 4:3 gegen Odds bei Play-off-Hinspiel zur Europa League: Borussia Dortmund dreht ein verrücktes Spiel
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4:3 gegen Odds bei Play-off-Hinspiel zur Europa League : Borussia Dortmund dreht ein verrücktes Spiel

Borussia Dortmund hat im Play-off-Hinspiel zur Europa League eine Blamage abgewendet. Der BVB gewann 4:3 gegen Außenseiter Odds BK nach 0:3-Rückstand.

Henrich Mchitarjan strauchelte mit Dortmund nur in der ersten Halbzeit.
Henrich Mchitarjan strauchelte mit Dortmund nur in der ersten Halbzeit.Foto: dpa

Nach 22 Spielminuten konnte Dag-Eilev Fagermo sein Glück kaum fassen. Der Trainer von Odds BK lachte und lachte und signalisierte seinen Spielern mit schnellen Armbewegungen, jetzt könnte die Partie abgepfiffen werden. Zu diesem Zeitpunkt führte der norwegische Klub am Donnerstagabend im Play-off-Hinspiel zur Europa League mit 3:0 gegen Borussia Dortmund. Und die Dortmunder konnten kaum fassen, dass sie beim Außenseiter so deutlich hintenlagen. Doch am Ende stand Fagermo still an der Seitenlinie. Denn der BVB drehte die Partie noch und gewann 4:3 (1:3). Dank der zwei Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang sowie der Tore von Shinji Kagawa und Henrich Mchitarjan hat der Fußball-Bundesligist nun gute Chancen, im Rückspiel in einer Woche den Einzug in die Gruppenphase zu schaffen.
„So einen Start wollten wir nicht haben“, sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel. „Wir hatten dann einen weiten Weg zurück, uns ist aber noch ein verdienter Sieg gelungen.“ Auch Dortmunds Kapitän Mats Hummels gab zu: „Am Anfang war es wie in einem schlechten Film.“ Und er ergänzte: „Aber wichtig war es, dass man sich aus solch einem Katastrophenstart noch herauskämpft.“ Vor 12.400 Zuschauern im ausverkaufen Skagerrak-Stadion von Skien hatten die norwegischen Torschützen Jone Samuelsen, Fredrik Nordkvelle und Espen Ruud den BVB zuvor in einen Schockzustand versetzt. Nach nur 13 Sekunden beförderte Samuelsen den Ball per Kopf in das Dortmunder Tor. Dieser frühe Rückstand zeigte Wirkung. Die im Gegensatz zum famosen Sieg über Gladbach auf fünf Positionen veränderte Borussia wirkte verunsichert und fand auf dem ungewohnten Kunstrasen nicht ins Spiel. Diese Schwäche nutzten die Norweger eiskalt auf.

Dortmund vergab zudem viele Großchancen

Nordkvelle ließ gleich vier Dortmunder Abwehrspieler bei einem Konter stehen und traf aus zehn Metern zum 2:0. Damit nicht genug. Ein Fehler des diesmal als Bürki-Ersatz in das BVB-Tor beorderten Roman Weidenfeller bei einem Freistoß von Ruud aus über 20 Metern brachte den BVB in noch größere Note. Zur Verwunderung aller Zuschauer lag der große Favorit bereits nach 22 Minuten gegen den Tabellenfünften der norwegischen Liga mit 0:3 hinten. Es passte ins Bild von einem kapitalen Dortmunder Fehlstart, dass Kagawa (2.) und Mchitarjan (30.) in dieser Phase Latte und Pfosten trafen. Erst nach dem Anschlusstreffer von Aubameyang, der nach einem
abgewehrten Schuss von Ilkay Gündogan abstaubte, keimte beim BVB neue Hoffnung auf. Zwar erspielte sich die Mannschaft mehr und mehr Feldvorteile, konnte aber den Rückstand bis zur Pause nicht weiter verkürzen.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzte Kagawa mit einer Direktabnahme auf 2:3 und brachte sein Team damit zurück ins Spiel. Danach drängten die Dortmunder mit Macht auf den Ausgleich. So traf Aubameyang mit einem Fernschuss den Pfosten (67.) und vergab nur drei Minuten später eine Riesenchance aus kurzer Distanz. Doch der Stürmer wurde dennoch für sein großes Laufpensum belohnt. Nach Zuspiel von Marcel Schmelzer erzielte Aubameyang den Ausgleich. Mchitarjan rundete die imposante Aufholjagd mit seinem insgesamt siebten Pflichtspieltreffer in dieser Saison zum 4:3 ab. (Tsp/dpa)

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