• 42,195 Kilometer in unter zwei Stunden: Marathon-Rekordversuch: Kenianer Kipchoge scheitert knapp
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42,195 Kilometer in unter zwei Stunden : Marathon-Rekordversuch: Kenianer Kipchoge scheitert knapp

Er war die schnellste aller Zeiten, aber dennoch kein Weltrekord: Im italienischen Monza braucht Olympiasieger Eliud Kipchoge 2 Stunden und 25 Sekunden für 42,195 Kilometer.

Eliud Kipchoge bei seinem Olympiasieg von Rio. Das Ziel, einen Marathon unter 2 Stunden zu laufen, verpasste er knapp. Foto: AFP/Adrian Dennis
Eliud Kipchoge bei seinem Olympiasieg von Rio. Das Ziel, einen Marathon unter 2 Stunden zu laufen, verpasste er knapp.Foto: AFP/Adrian Dennis

Olympiasieger Eliud Kipchoge ist beim Versuch, als erster Mensch einen Marathon unter zwei Stunden zu laufen, knapp gescheitert. Der Kenianer kam bei dem Projekt „Breaking2“ des Sportartikelherstellers Nike am Samstag in Monza/Italien nach 2:00:25 Stunden ins Ziel.

Der deutsche Rekordhalter Arne Gabius bescheinigte Kipchoge eine „unglaubliche Leistung“. „Das zeigt, was möglich ist. Das ist pure Motivation für alle Marathonläufer und auch mich“, sagte der Stuttgarter als Augenzeuge des Rennens in Italien. „Eliud war bis Kilometer 38 auf Kurs unter zwei Stunden.“ Gabius, der ebenfalls bei Nike unter Vertrag steht, hält seit 2015 den deutschen Rekord mit 2:08:33 Stunden.

Kipchoge ist mit seinem Lauf in Monza nun der schnellste Mann aller Zeiten über die klassische 42,195-Kilometer-Strecke, als Weltrekord wird seine Zeit vom Leichtathletik-Weltverband IAAF aber nicht anerkannt werden. Unter anderem deshalb, weil bei dem Rennen auf dem 2,4-Kilometer-Rundkurs in jeder Runde die Tempomacher ausgewechselt wurden.

Den offiziellen Weltrekord hält mit 2:02:57 Stunden der Kenianer Dennis Kimetto, aufgestellt 2014 in Berlin. Kipchoges Mitstreiter Zersenay Tadese (Eritrea) und Lelisa Desisa (Äthiopien) waren schon früh zurückgefallen in Monza. Nike hatte mit großem finanziellen und wissenschaftlichen Aufwand versucht, diese Schallmauer in der Leichtathletik zu durchbrechen. Das Projekt hat das Unternehmen nach Medienangaben etwa 30 Millionen Euro gekostet. „Ich bin trotzdem glücklich“, sagte Kipchoge nach dem Lauf. „Die letzten zwei Runden waren wir etwas hinter dem Zeitplan.“ (dpa)

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