Sport : 54. Internationale Friedensfahrt: Kein Platz für die Rabobank-Fahrer

Die 54. Internationale Friedensfahrt wird so gut besetzt sein wie nie zuvor in seiner Geschichte. Diese Versicherung gaben am Mittwoch die Organisatoren der traditionellen Drei-Länder-Tour bei einer Pressekonferenz in Leipzig. Allein sechs Teams der ersten Kategorie des Profiradsports werden am 11. Mai im polnischen Lodz an den Start der 10-Etappen-Fahrt von Polen über Tschechien bis nach Potsdam gehen.

Das belgische Team Domo-Farm Frites wird unter anderem den Vorjahressieger Piotr Wadecki bringen, der bei den zurückliegenden Frühjahrs-Klassikern in Belgien, Frankreich und den Niederlanden eine gute Figur abgegeben hat und eine Etappe bei Paris-Nizza gewann. Das Team Telekom bietet unter anderem den Doppel-Olympiasieger Robert Bartko (Berlin) sowie Bert Grabsch (Wittenberg) auf.

Der zweite deutsche GS-I-Rennstall, Team Coast, wird vom starken Spanier Aitor Garmendia angeführt, hat mit dem Erfurter Daniel Becke einen weiteren Olympiasieger aus dem deutschen Bahnteam von Sydney in der Mannschaft. Dazu kommen das Team Mapei mit dem Ungarn Laszlo Bodrogi, Festina mit den Deutschen Andre Korff (Berlin), Sven Teutenberg (Mettmann) und Steffen Radochla (Leipzig), der in diesem Jahr bereits seinen ersten Profi-Sieg feiern konnte. Als sechstes Team geht die dänische Mannschaft World Online des ehemaligen Tour-Siegers Bjarne Riis (Dänemark) an den Start des Rennens über 1600 km.

Die Organisatoren mussten sogar eine Top-Mannschaft für das gut vier Millionen Mark kostende Spektakel ausladen. Das Team Rabobank befürchtet eine Absage der zeitgleich laufenden Olympia-Tour in den Niederlanden. Grund ist die dort grassierende Maul- und Klauenseuche. Deshalb hatte Rabobank kurzfristig auf die Friedensfahrt umbuchen wollen.

"Wir mussten ihnen absagen, denn wir sind seit langem voll besetzt mit 22 Mannschaften. Mehr geht nicht", erklärte Fahrt-Manager Gerri van Gerwen aus den Niederlanden, der seinen Landsleute bei der Friedensfahrt natürlich sehr gern gesehen hätte. "Sie sind auf jeden Fall die Nummer eins der Reserveliste, ebenso das amerikanische Team Mercury, das leider auch sehr spät kam", gab van Gerwen noch ein wenig Hoffnng.

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