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7. Spieltag in der Bundesliga : Bayern nur 2:2 in Frankfurt

Schon wieder nur ein Punkt für die Bayern. Gegen am Ende nur zehn Frankfurter gibt es nur ein 2:2. Der 1. FC Köln rückt derweil durch ein 2:1 gegen Ingolstadt auf Platz zwei vor.

Gibt's doch gar nicht. Doch - Bayern gewinnt wieder nicht.
Gibt's doch gar nicht. Doch - Bayern gewinnt wieder nicht.Foto: dpa/Dedert

Der FC Bayern München hat auch das dritte Pflichtspiel in Serie nicht gewonnen. Trotz fast einer halben Stunde in Überzahl kam der Rekordmeister der Fußball-Bundesliga am Samstag nicht über ein 2:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt hinaus. Dadurch rückte der 1. FC Köln, der den FC Ingolstadt 2:1 (2:0) besiegte, auf zwei Punkte an den Tabellenführer heran. Der FC Schalke 04 holte unter Trainer Markus Weinzierl den vierten Bundesliga-Punkt und spielte bei dessen Ex-Klub FC Augsburg 1:1 (0:0). Borussia Mönchengladbach kam gegen den Hamburger SV nicht über ein 0:0 hinaus, die TSG Hoffenheim besiegte den SC Freiburg im Baden-Derby mit 2:1 (1:0). Hertha BSC hatte bereits am Freitag 1:1 bei Borussia Dortmund gespielt.

Die Schwächephase des FC Bayern München hält auch nach der Länderspielpause an. Der deutsche Meister und Tabellenführer der Fußball-Bundesliga spielte am Samstag selbst in Überzahl nur 2:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt. Die Leistung der Bayern war dabei noch einmal deutlich schwächer als bei den vorangegangenen Enttäuschungen gegen den 1. FC Köln (1:1) und Atlético Madrid (0:1). Der verdiente Ausgleich der Eintracht durch Marco Fabian in der 78. Minute fiel erst nach einem Platzverweis für Szabolcs Huszti (65./Gelb-Rot).
Dabei waren die Münchener vier Tage vor dem wichtigen Champions-League-Spiel gegen den PSV Eindhoven zweimal in Führung gegangen: Arjen Robben traf zum 0:1 (10.), Joshua Kimmich zum 1:2 (62.). Doch die Eintracht spielte gegen den großen Favoriten nicht nur mutig und frech, sondern war lange Zeit auch die bessere Mannschaft. Huszti glich vor der Pause zum ersten Mal aus (43.). Das sahen diesmal nur 49 500 Zuschauer, weil der Frankfurter Fanblock nach einem Sportgerichtsurteil wieder einmal leer bleiben musste.
Auch nach dem zweiten Unentschieden hintereinander führen die Münchener die Bundesliga-Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung an. Ihre Auftritte haben aber nicht mehr viel mit der teils erdrückenden Dominanz und Selbstverständlichkeit der vergangenen Jahre zu tun.

Bei den Bayern spielte Kingsley Coman für den verletzten Franck Ribéry

Passiv in der Vorwärtsbewegung und nachlässig im Defensivverhalten überließen die Bayern der Eintracht lange Zeit dieses Spiel und gestatteten ihr dabei gleich mehrere klare Chancen. Noch vor einem Jahr hatten sich die Frankfurter bei diesem Duell (0:0) vor lauter Respekt mit elf Spielern im eigenen Strafraum verbarrikadiert.
Bei den Bayern spielte Kingsley Coman für den verletzten Franck Ribéry, Thomas Müller übernahm den Mittelstürmer-Posten des für die Champions League geschonten Robert Lewandowski. Holger Badstuber stand nach seiner Sprunggelenks-Verletzung zum ersten Mal seit dem 10. Februar wieder im Aufgebot. Er saß auf der Reservebank neben Mario Götzes jüngerem Bruder Felix, der aus der U19 aufgerückt war.
Die frühe Führung durch Robben tat den Bayern nicht gut. Abgesehen davon, dass David Alaba bei seiner Vorarbeit im Abseits stand, verleitete dieses Tor die Münchener noch mehr zu einem gewissen Laissez-faire. Anders die überraschend angriffslustige Eintracht: Timothy Chandler traf in der 15. Minute nur den Pfosten, Torjäger Alexander Meier vergab gleich zwei dicke Chancen per Kopf (33./35.). Das 1:1 durch Huszti fiel zu diesem Zeitpunkt völlig verdient.
In der Halbzeitpause kehrten die Bayern einige Minuten früher auf den Platz zurück als ihr Gegner. Dadurch und durch die Einwechselung von Neuzugang Renato Sanches zeigten sie zumindest zeitweise eine Form von Entschlossenheit, die ihnen ansonsten zumeist völlig abging.
Das Spiel schien nun wieder den erwarteten Verlauf zu nehmen, weil Coman den Pfosten traf (54.) und eine weitere Großchance vergab (60.), ehe die Bayern durch Kimmich erneut in Führung gingen. Doch sie versäumten es nach diesem Tor und dem Platzverweis für Huszti, energisch auf eine Entscheidung zu drängen. Die Bayern taten nie mehr als unbedingt nötig - und Frankfurt wehrte sich auch in Unterzahl erfolgreich weiter. Der erneute Ausgleich durch Fabian war der Lohn für eine beherzte Eintracht und die Strafe für nachlässige Bayern. (dpa)


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