72:70-Sieg in Spiel fünf : Bamberg zum dritten Mal Basketball-Meister

Nach einem 72:70-Sieg im fünften und entscheidenden Finale gegen die Skyliners Frankfurt sichern sich die Brose Baskets Bamberg nach dem Pokalsieg auch den Meistertitel im Basketball.

Bamberg ist zum dritten Mal Deutscher Basketball-Meister.
Bamberg ist zum dritten Mal Deutscher Basketball-Meister.Foto: dpa

Dritter Titel, erstes Double - die Bundesliga- Basketballer der Brose Baskets Bamberg haben im Playoff-Thriller den großen Wurf gelandet. Im entscheidenden fünften Spiel der Endspielserie gewann der Pokalsieger am Donnerstag vor 6.800 Zuschauern in der "Frankenhölle" gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt mit 72:70 (32:27) und feierten mit dem dritten Titelgewinn nach 2005 und 2007 auch das erste Double der Vereinsgeschichte.

"Alles Klasse, es ist einfach geil", schrie Bambergs Nationalspieler Tibor Pleiß nach dem Herzschlagfinale mit heiserer Stimme ins Mikrofon des TV-Senders Sport1, "Pokalsieger und Meister, viel mehr kann man nicht erreichten". Bamberg löst Vorjahresmeister EWE Baskets Oldenburg ab, der im Viertelfinale ausgeschieden war. Bester Werfer beim Meister war Anton Gavel mit 16 Punkten. Bei Frankfurt kam der am Ende zum großen Pechvogel gewordene Ex-Nationalspieler Pascal Roller auf 20 Zähler.

"Roller hat gesagt, wir seien müde. Heute haben wir die Antwort gegeben. Ich bin sehr glücklich. Die ganze Stadt wird jetzt einige Tage feiern", sagte Baskets-Topscrorer Gavel. Als Bambergs Triumph perfekt war, herrschte in "Freak City", wie sich die Bamberger gerne nennen, der Ausnahmezustand. Beim Public Viewing auf dem Maxplatz jubelten einige Tausend Fans ihren Helden zu.

Predrag Suput (l.) im Duell mit Frankfurts Seth Doliboa. Am Ende blieb der Bamberger siegreich.
Predrag Suput (l.) im Duell mit Frankfurts Seth Doliboa. Am Ende blieb der Bamberger siegreich.Foto: dpa

Nach einer zähen Serie mit fünf Spielen hatten die Oberfranken die lästigen Frankfurter "Stehaufmännchen" endlich in die Knie gezwungen. Mit dem 69:56-Heimsieg am Dienstag waren die Skyliners nach dem 52:97-Debakel am vorigen Sonntag in Frankfurt zurückgekehrt. Aber die von Chris Fleming trainierten Brose Baskets setzten das Gesetz der Serie fort: In der Bundesliga-Geschichte setzte sich im Entscheidungsspiel bisher immer der Gastgeber durch.

Pedrag Suput und John Goldsberry eröffneten mit einem Blitzstart die Bamberger Meister-Gala und brachten das Heimteam nach nur zwei Minuten mit 10:0 in Front. In der Defensive mit dem hervorragenden Tibor Pleiß ließ Brose so gut wie nichts zu. Erst im zweiten Viertel gaben Roller und der sehr präsente US-Boy Seth Doliboa mit Dreipunkte-Würfen das Signal zu Frankfurts Aufholjagd. Bamberg verspielte eine 16-Punkte-Führung und ging wegen nachlassender Trefferquote nur mit einem Fünf-Punkte-Polster in die Pause.

Mit Spielmacher Gavel knüpfte Bamberg in den letzten beiden Vierteln an die starke Leistung im ersten Durchgang an. Trotz eines Rückstands von zeitweise 14 Punkten gaben die Frankfurter aber nicht auf und kamen zum Ende des dritten Viertel bis auf sechs Punkte heran. Die Hessen leisteten weiter hartnäckige Gegenwehr. Roller traf 13 Sekunden vor Schluss zum 69:70, dann vergab er einen Freiwurf zum Ausgleich - der Bamberger Zittersieg war nach einem weiteren Freiwurftreffer von Tibor Pleiß perfekt. (dpa)

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