Sport : 800 000 Euro für Barcas C-Elf

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Es sollte ein Fußballfest der Extraklasse werden. 125 Jahre HSV, schwarz-weiß-blauer Freudentaumel, die Fußballgötter zu Gast beim Bundesliga-Dino. Schlappe 1,2 Millionen Euro legten die Hamburger auf den Tisch. Dafür kam einer der „besten Clubs des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts“, wie der HSV den FC Barcelona auf seiner Homepage anpries.

Am Ende stand beim Jubiläumsspiel nicht einmal eine B-Elf auf dem Platz: Die Europameister waren allesamt im Urlaub, kein Fabregas, kein Iniesta, kein Xavi. Andere Spieler waren schon unterwegs Richtung Olympia. Auch die bei der EM verletzten David Villa und Carles Puyol waren nicht im Aufgebot. Halb so schlimm, eigentlich wollte ganz Hamburg ja sowieso nur Lionel Messi sehen.

Doch zufällig zwackte es dem Argentinier am Montag in der Wade. Dabei hätte Messi „sehr gern“ in Hamburg gespielt, wie Trainer Tito Vilanova wissen ließ.

Die Fans durften zumindest ihre Tickets zurückgeben. Und der Verein bekommt wohl ein Drittel der Antrittsgage zurück – immerhin 400 000 Euro. Hoffentlich werden die sinnvoller ausgegeben, zum Beispiel für die Jugendarbeit.

Zweitligist Hertha BSC geht bei seinem Jubiläumsspiel am kommenden Samstag in jedem Fall cleverer zu Werke: Die Berliner haben sich zum 120. Geburtstag Juventus Turin eingeladen – und eine Klausel in den Vertrag geschrieben, dass alle Stars auflaufen müssen. Es sei denn, Pirlo, Buffon und Co. zwackt es am Freitag ganz zufällig in der Wadengegend.

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