93:65 gegen Crailsheim : Alba Berlin: Sieg in der Rinderauktionshalle

Albas Basketballer siegen souverän mit 93:65 in Crailsheim und bleiben auch nach dem fünften Spiel in der Bundesliga ohne Niederlage.

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Das Bundesligaspiel am Sonntag im baden-württembergischen Crailsheim bot für die Basketballer von Alba Berlin zwei Herausforderungen: Innerhalb von 41 Stunden mussten die Berliner nach der Euroleague-Pleite gegen ZSKA Moskau (68:84) nach Ilshofen in den Landkreis Schwäbisch-Hall reisen, wo der Bundesliga-Aufsteiger seine Spiele in einer umgebauten Rinderauktionshalle bestreitet. Innerhalb der selben Zeit mussten die Berliner sich auch regenerieren und neu vorbereiten. Und weil ihnen beides gut gelungen ist, bildete das Spiel sportlich keine besondere Herausforderung mehr. Mit 93:65 (47:28) gewann Alba Berlin vor 2400 Zuschauern beim weiter sieglosen Aufsteiger. Die Berliner bleiben auch nach dem fünften Spiel in der Bundesliga ohne Niederlage.

„Wir haben uns kurz geschüttelt, uns konzentriert und dann haben wir unseren Rhythmus gefunden“, lobte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi. Vor allem in der Defensive überzeugten die Berliner. „Wenn wir aggressiv verteidigen, dann läuft es auch flüssig in der Offensive“, erklärte Baldi. Besonders flüssig lief es beim Berliner Kapitän Alex King, der auf 20 Punkte kam und fünf von sechs Dreipunktewürfen traf. Leon Radosevic erzielte zwölf Punkte, Marco Banic zehn. Bei Crailsheim überzeugte in Joshiko Saibou (23 Punkte) ein ehemaliger Spieler aus dem Alba-Nachwuchs. „Alba war uns athletisch überlegen, wie man gesehen hat“, sagte Saibou. Seine Aussage wird von der Statistik untermauert: Alba fing 37 Rebounds, Crailsheim nur 20.

Dass das Spiel ein einfaches für Alba Berlin werden könnte, zeigte schon die erste Aktion. Leon Radosevic, der als Centerspieler eigentlich für die Aktionen in Korbnähe verantwortlich ist, traf einen Dreipunktewurf. Nach dem ersten Viertel führten die Berliner mit 18:8, schon zur Halbzeit war das Spiel für die Berliner entschieden. Fortan verteidigten sie problemlos ihren Vorsprung von rund 20 Punkten. Bereits im dritten Viertel versah die PR-Abteilung der Gastgeber einen Tweet mit dem Hashtag: Wir feiern trotzdem.

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