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1. FC Union

Ein Berliner kehrt zurück

Der 1. FC Union verpflichtet den ehemaligen Hertha-Flügelspieler Chinedu Ede.
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Trikottausch. Der ehemalige Herthaner Chinedu Ede ist künftig ein Unioner. Foto: ddp ddp
Berlin - Der 1. FC Union ist offensichtlich ein flexibler Fußball-Zweitligist. Der Laktattest wurde wegen der eisigen Witterung von Sonnabend kurzfristig auf Sonntag und in die warme Leichtathletik-Halle des Sportforums verlegt. Dort erschien mit Chinedu Ede vom Zweitligakonkurrenten MSV Duisburg auch noch gleich der zweite Neuzugang dieses Winters. 24 Stunden zuvor hatten die Köpenicker bereits den vereinslosen 24-jährigen früheren Osnabrücker Paul Thomik für die rechte Außenbahn präsentiert.

Chinedu Ede, der für die linke Seite eingeplant ist, könnte schon bald mit Thomik eine Flügelzange bilden. „Das sind zwei Spieler, die sportlich sehr interessant und vom Alter her entwicklungsfähig sind“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus. Bei dem gebürtigen Berliner Ede, der von 1999 bis 2008 bei Hertha BSC unter Vertrag stand und dort 19 Erstligaeinsätze absolvierte, spielte wohl auch das Heimweh eine Rolle. „Ich bin in Duisburg nicht auf meine erhoffte Spielzeit gekommen“, sagte der 21-Jährige. „Nun bin ich froh, dass es mit Union geklappt hat. Es ist schon schön, wieder nach Hause zu kommen.“

Bis er eine feste Bleibe gefunden hat, wird der Deutsch-Nigerianer bei seinen Eltern wohnen. Die Wohnungssuche steht für den Offensivmann jedenfalls in diesen Tagen nicht im Vordergrund. „Ich werde im Training Gas geben und versuchen, mich in die Mannschaft rein zu kämpfen“, gibt sich Ede bescheiden. „Das wird für mich als Auswärtigen schwierig.“ Die Konkurrenz von Kapitän Marco Gebhardt und Michael Parensen scheut Chinedu Ede offensichtlich nicht. Und anscheinend ist sich auch der 1. FC Union sehr sicher, dass der sechste Neuzugang der Saison positiv ankommt. Der Vertrag von Ede gilt zwar bis 2013, ab 2012 aber nur noch für die Fußball-Bundesliga. „Ich würde gern länger bei Union und natürlich auch wieder in der Ersten Liga spielen“, sagte Ede.

Mitgefühl für die sportliche Schieflage bei seinem früheren Verein Hertha BSC ist bei Ede durchaus vorhanden. „Es ist schade, was dort passiert“, sagte er mit einem gewissen Abstand in seinen Worten. „Aber was soll man machen? Das ist nicht mehr meine Baustelle.“

Wie der Deutsch-Pole Paul Thomik könnte Chinedu Ede in der kommenden Woche erstmals Spielpraxis beim 1. FC Union sammeln. Am Dienstag gegen den Erstligisten Hannover 96 (19.30 Uhr, Alte Försterei) und am Sonnabend beim Drittligisten FC Carl Zeiss Jena (14 Uhr) stehen die einzigen beiden Testspiele des Zweitligisten in der extrem kurzen Vorbereitungsphase an. Denn am 15. Januar erfolgt bereits der Anstoß für das erste Punktspiel daheim gegen Rot-Weiß Oberhausen.



(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 04.01.2010)
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Kommentare [ 4 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von andreas60 andreas60 ist gerade offline | 3.1.2010 23:01 Uhr
Glückwunsch Union!
Auch wenn Ede nicht einschlagen sollte, wovon ich nicht ausgehe,
hat dieser Spieler ein "Gesicht", wie es bei Hertha nicht mehr viele haben. Solche Identifikationsfiguren braucht man halt. Union hat gut gehandelt, Hertha wird sich bald ärgern.
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von koepenick koepenick ist gerade offline | 4.1.2010 0:12 Uhr
Schau heimwärts Engel
Da war doch was,ein Roman um einen der mehr erkannte als sein Umfeld.
Willkommen bei denen die auch für Dich den Schnee beiseite räumten.
Eisern Union
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von berlinmitte berlinmitte ist gerade offline | 4.1.2010 12:41 Uhr
Schön!
Ede kam immer sympathisch rüber, es freut mich, dass er in Berlin eine zweite Chance bekommt zu zeigen, was er kann. Favre ist in der Beurteilung der Spieler davon ausgegangen, ob die Spieler in sein System passen. In der Zwischenzeit hat er nicht viel gerissen, aber er wäre nicht der Erste, der erst nach seiner Zeit bei Hertha aufblüht.
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von apo apo ist gerade offline | 4.1.2010 19:12 Uhr
Machet, Ede!
Sytemfussball ist ein intellektueller Trugschluss...selbst bei dem Prototypen und teuersten Vertreter "arsenal" mit nur bedingtem Erfolg...
Freue mich für "Ede"..und wünsche ihm den Durchbruch!
Zu den Unioner: für Euch hoffe ich sehr, dass Euer Selbstverständnis schon bald über das "Schneeschippen" hnausgeht, sonst gibt es schon recht zeitnah ein unangenehmes Erwachen..

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