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Champions League

Milan sagt Bayern den Kampf an

Nach der Derby-Niederlage gegen Inter träumt Milan vom großen Comeback gegen Bayern München und dem Einzug ins Champions-League-Finale. Die italienische Meisterschaft ist längst gelaufen.
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Mailand - "Wir wollen nach Athen", kündigte Milan-Trainer Carlo Ancelotti nach dem 1:2 gegen den designierten Meister den Bayern für die Viertelfinal-Spiele am 3. und 11. April einen Kampf um Alles oder Nichts an.

Die italienische Meisterschaft ist für den auf Platz sechs zurückgefallenen AC Milan längst gelaufen. "Inter wird verdienter Meister", gratulierte Milan-Stürmer Ronaldo seinen ehemaligen Teamkollegen. Club-Präsident Silvio Berlusconi zollte dem Lokalrivalen gar persönlich nach dem "verdienten Sieg" in der Inter-Kabine Anerkennung. Nach dem 28. Spieltag führt Inter (73) beinahe uneinholbar mit 16 Punkten Vorsprung vor dem AS Rom (57), der am Sonntagabend Udinese Calcio dank seines mit zwei Toren überragenden Kapitäns Francesco Totti klar mit 3:1 schlug.

Konzentration auf die Champions League

Milan konzentriert sich nun voll und ganz auf die Champions League und die Bayern. Um so bitterer für die Italiener, dass ihnen hier zwei Leistungsträger fehlen werden: Kapitän und Milan-Urgestein Paolo Maldini und Stürmerstar Ronaldo. Der 38-jährige Verteidiger zog sich gegen Inter einen Meniskusverletzung im linken Knie zu. Er wird voraussichtlich operiert und mindestens einen Monat ausfallen. Ronaldo ist für die Champions League gesperrt, da er in der Hinrunde noch für Real Madrid international gespielt hat.

Ohne Ronaldo aber ist Milan deutlich schwächer. Gegen Inter war der Brasilianer Milans bester Mann auf dem Platz. Und das trotz des permanenten Pfeifkonzerts der Inter-Fans, die ihm seinen Abschied vor fünf Jahren Richtung Spanien nie verziehen haben und Ronaldos Wechsel zum Lokalrivalen Milan nun als Hochverrat ansehen: "Als Angsthase bist du gegangen, als Schwein kommst du zurück", war noch eines der harmloseren Spruchbänder, mit denen die Inter-Fans Ronaldo in San Siro empfingen. Auch seine Familie wurde beleidigt: "Wer Mütter beschimpft, ist ein Idiot", konterte Ronaldo.

Seine früheren Teamkollegen gingen äußerst fair mit ihm um. "Das war sehr nett", sagte Ronaldo. Der herzliche Empfang hielt ihn aber nicht davon ab, Milan in der 40. Minute mit einem Sonntagsschuss in den rechten Winkel in Führung zu bringen. Seine und Milans Freude währte aber nicht bis zum Ende. Julio Ricardo Cruz schwang sich zum Inter-Retter auf: Erst wenige Sekunden für den ausgewechselten Hernan Crespo auf dem Platz, nutzte der Argentinier eine missglückte Abwehr von Milan-Torhüter Dida in der 54. Minute zum 1:1. In der 75. Minute kippte Cruz die Partie endgültig, als er perfekt für Zlatan Ibrahimovic auflegte und der Schwede zum 2:1-Siegtreffer verwandelte. "Dieser Sieg war ein Meisterwerk", meinte Inter-Präsident Massimo Moratti. (Von Bernhard Krieger, dpa)
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