Sport : Abfahrt: Österreich jubelt auch mal

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Bormio - Michael Walchhofer erlöste nach 13 sieglosen Weltcups die österreichischen Abfahrer, Didier Cuche verpasste den ersten Schweizer Erfolg nach 100 alpinen Weltcup-Rennen nur um eine Hundertstelsekunde. Und bei der Abfahrt im italienischen Bormio sammelten erstmals die beiden deutschen Abfahrer Weltcuppunkte, verschenkten aber nach Fahrfehlern noch bessere Platzierungen: Stephan Keppler (Ebingen) kam auf Rang 24, der Obermaiselsteiner Johannes Stehle erreichte als 27. seine ersten Weltcuppunkte überhaupt.

Auf der schwierigen Piste lag der Olympia-Zweite Walchhofer in 1:51,90 Minuten nur denkbar knapp vor Cuche. „Nicht nur ich, sondern die ganze Mannschaft ist erleichtert“, sagte der Weltmeister von 2003. Seit Januar hatten Österreichs Abfahrer kein Rennen mehr gewonnen. Gelassen nahm Didier Cuche seine knappe Niederlage hin. „Ich ärgere mich zwar, aber es macht trotzdem Spaß, Zweiter zu sein“, sagte Cuche. Der 32-Jährige hatte im Januar 2004 für den letzten Schweizer Weltcupsieg gesorgt. Immerhin konnte sich Cuche mit der Führung im Abfahrts-Weltcup trösten, in dem er 99 Punkte vor Walchhofer liegt.

Die deutschen Abfahrer bestätigten ihren Aufwärtstrend. Stephan Keppler aus Ebingen verpasste mit einem Rückstand von 1,72 Sekunden wegen eines Fahrfehlers im Zielhang eine bessere Platzierung. Seine beste Weltcup-Platzierung überhaupt erreichte Johannes Stehle auf Platz 27. „Das war eine ordentliche Fahrt und wichtig fürs Selbstvertrauen“, sagte er. Am Freitag findet in Bormio eine weitere Abfahrt statt. dpa

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