Abgang von Ilkay Gündogan : Ein Gewinn für Borussia Dortmund

Ilkay Gündogan will seinen Vertrag bei Borussia Dortmund nicht verlängern. Das gefällt vielen BVB-Fans nicht. Dabei hat der Verein von seinem Spieler sehr wohl profitiert, meint Martin Einsiedler in seinem Kommentar.

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Auf viel Applaus darf Ilkay Gündogan zumindest in Dortmund künftig nicht mehr hoffen.
Auf viel Applaus darf Ilkay Gündogan zumindest in Dortmund künftig nicht mehr hoffen.Foto: dpa

Für echte Anhänger von Borussia Dortmund ist die Nachricht ein Stich ins Herz: Ilkay Gündogan wird seinen 2016 auslaufenden Vertrag beim BVB nicht verlängern. „Auf Kosten des BVB gesund geworden. Das ist der Dank“, schreibt ein User auf der Facebookseite des deutschen Nationalspielers. Dieser Ansicht sind viele Fans des Klubs. Doch ist sie nicht gerechtfertigt.

Die Auffassung, Gündogan habe von Borussia Dortmund profitiert, ist zwar richtig. Nur verkennt sie, dass andersherum der Klub mindestens genauso von dem hochveranlagten Mittelfeldspieler profitiert hat und immer noch profitiert.

Auch wegen Gündogan gewann Borussia Dortmund 2012 die Meisterschaft und den Pokal. Dass der Klub mit dem Spieler den Vertrag verlängerte, als dieser an einer schweren Rückenverletzung litt und deren Ende nicht absehbar war, ehrt Borussia Dortmund. Auf der anderen Seite ist es unternehmerisch nur logisch, dass in einen der vielversprechendsten Spieler investiert wird. Und das war der gebürtige Gelsenkirchener trotz seiner Verletzung.

Was viele BVB-Fans zudem empört, ist die Meldung, Borussia Dortmund habe Gündogan einen Vertrag mit einem Jahresgehalt von rund 6,5 Millionen Euro vorgelegt – den er ablehnt. Vielleicht ist dies Gündogan nicht genug. Vielleicht aber hat der Spieler ganz andere Beweggründe. Sicher aber ist: Sollte Gündogan den BVB vor Ablauf seiner Vertragslaufzeit verlassen, wird der Klub sehr viel Geld für ihn bekommen. Dann wären schon wieder die Dortmunder die Nutznießer.

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