Sport : Abraham boxt sich durch

Hollywood/Florida - Dass Verletzungen hinderlich sein sollen, widerlegt Arthur Abraham von Zeit zu Zeit eindrucksvoll. Abraham ist Profiboxer. Im September 2006 stand der Berliner aus dem Sauerland-Stall in Wetzlar gegen Edison Miranda im Ring und gewann gegen den Kolumbianer nach Punkten, obwohl er acht Runden lang mit einem Kieferbruch hatte durchhalten müssen. Nun trafen beide in Hollywood/Florida erneut aufeinander. Abraham verheimlichte, dass er durch eine schwere Rippenverletzung gehandicapt in den Kampf im Supermittelgewicht ging. Er gewann wieder, diesmal sogar nach Kurzarbeit: technischer K.o. nach 73 Sekunden der vierten Runde.

Abraham, Weltmeister im Mittelgewicht nach IBF-Version, bringt es nun in 27 Profikämpfen auf 22 K.o.-Siege. Seine Pläne sind ehrgeizig: „Ich will mir in Amerika einen Namen machen und viel Geld verdienen“, sagte er. Der Kampf gegen den Kolumbianer Miranda war sein erster Auftritt in den USA. „Abraham ist stark, ein großartiger Champion“, lobte auch der Verlierer den Deutschen. Im Herbst wird Abraham seinen IBF-Titel gegen Raul Marquez (USA) verteidigen.

Vielleicht meldet sich dann ja auch wieder der Fußball-Bundestrainer. Joachim Löw, so verbreitet es jedenfalls Abrahams Mangement, hat angeblich vor dem Kampf bei Abraham angerufen und viel Glück gewünscht. Tsp/dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar