Sport : Abschied der Favoriten

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Hamburg (dpa). Lleyton Hewitt muss weiter auf seinen ersten Sandplatz-Titel warten. Während seine Freundin Kim Clijsters sich vor zwei Wochen als Rothenbaum-Siegerin feiern lassen konnte und gestern beim WTA-Turnier in Rom ins Halbfinale einzog, ging der 21-jährige Australier im Hamburger Viertelfinale gegen Marat Safin unter. Der Russe, der vor zwei Jahren das Finale am Rothenbaum erreicht hatte, brachte Hewitt in nur 56 Minuten eine empfindliche 3:6, 1:6-Niederlage bei und schickt sich nun an, das mit 2,8 Millionen Dollar dotierte Masters-Turnier erstmals zu gewinnen.

Im Halbfinale trifft der Australian-Open-Finalist auf Tommy Robredo aus Spanien, der den Österreicher Stefan Koubek mit 6:7 (2:7, 6:3 und 6:1 bezwang. „Ich habe mich selbst gewundert, wie gut ich heute gespielt habe“, sagte Safin über sein selbstbewusst geführtes Match. Seit neuestem arbeitet der Russe mit dem Schweizer Olympiasieger Marc Rosset zusammen. Mit Safin, gegen den Nicolas Kiefer am Montag beim World Team Cup in Düsseldorf antreten muss, steht nur noch ein Grand-Slam-Sieger im Halbfinale. Vor dem topgesetzten Hewitt schied gestern auch der an Nummer zwei geführte Gustavo Kuerten aus. Der dreimalige French-Open- Gewinner unterlag Roger Federer mit 0:6, 6:1, 2:6. Der Schweizer trifft im Halbfinale auf Max Mirnyi. Der Weißrusse setzte sich mit 7:6 (7:4), 4:6, 6:3 gegen den französischen Qualifikanten Julien Boutter durch.

„Ich habe sehr gutes Tennis gespielt, wenn nicht sogar mein bestes auf Sand“, sagte Federer. Im ersten Durchgang fegte Federer seinen fünf Jahre älteren Kontrahenten mit 6:0 in nur 20 Minuten vom Center Court. „Da habe ich viel investiert und viel Energie verbraucht“, erklärte die Nummer neun im Champions Race den folgenden Einbruch. Beim 1:6 brachte er gegen den Rothenbaum-Sieger von 2000 nur sein Aufschlagspiel zum 1:3 durch. So überlegen beide je einen Satz dominierten, so eng wurde es im entscheidenden Durchgang.

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