Sport : Abschied von der Spitze

Geschwächtes deutsches Team bei der Schwimm-EM

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Wien – Mit der KurzbahnEuropameisterschaft, die von heute bis Sonntag in Wien stattfindet, beginnt für Deutschlands Schwimmer bereits der Olympia-Countdown. „Es fehlt keinem an wilder Entschlossenheit, aktuell und auf dem Weg nach Peking gut auszusehen“, sagte Chef-Bundestrainer Ralf Beckmann. Doch ohne die zurückgetretene Weltrekordlerin Franziska van Almsick und ohne ein Drittel der Athen-Starter inklusive der pausierenden, fünfmaligen Weltmeisterin Hannah Stockbauer nimmt Beckmann Abschied vom Spitzenplatz in Europa: „Wir gehen nicht mit der Erwartungshaltung an die EM heran, mit aller Macht die Nummer eins zu bleiben.“ 2001 in Antwerpen (acht Titel), 2002 im sächsischen Riesa (7) und vor einem Jahr in Dublin (7) war der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) an der Spitze. „Jetzt werden wir versuchen, zu den drei besten Ländern zu gehören“, sagte Beckmann.

Mit den Weltmeistern Antje Buschschulte oder Thomas Rupprath und Talenten wie der 18-jährigen Jenny Mensing sowie den Freistil-Hoffnungen Michael Schubert (18) und Steffen Deibler (17) will Beckmann bei der mit 38 000 Euro dotierten EM möglichst gut aussehen. Als einzigen Titelaspiranten unter den 27 DSV-Startern sieht er den Olympia-Vierten Rupprath, der vier Einzelrennen (50 und 100 m Rücken, 50 und 100 m Schmetterling) bestreitet. Über die Rücken-Distanzen ist der Profi vor einem Jahr in Irland Europas Konkurrenz davongeschwommen: „Diese beiden Titel strebe ich wieder an. Wenn man meine Zeiten so sieht, ist das alles schon sehr vielversprechend“, sagte Rupprath. dpa

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