Sport : Abschiedstournee ohne Ehrenrunde

Patrick bauer

über Peter Neururers letzte Tage beim VfL Bochum Es ist wohl die erste Trainerentlassung mit Wiedereinstiegsklausel. Peter Neururer wird am Ende dieser Saison nicht mehr Trainer des VfL Bochum sein. Es sei denn: ein Wunder geschieht. Schafft seine Mannschaft in den verbleibenden drei Spielen doch noch den Klassenerhalt, sitzt Neururer in seiner dann fünften Spielzeit wieder auf der VfL-Bank: Fluppe in der Hand, eine wenig geschmackssichere Glückskrawatte um den Hals, als Volks-Peter mit Schnauzer und Charme. Doch dazu wird es leider nicht kommen, zumindest nicht in Bochum. Denn die 2:6-Heimniederlage gegen Mainz am Samstag war die endgültige Kapitulation seiner Mannschaft. Nun kapituliert auch Neururer.

Mit dem ungewöhnlichen Vorgehen gesteht er: Ich kann hier nichts mehr bewegen. Ausnahmen sind dabei ausgeschlossen. Dass sein Team nun für den Trainer kämpfen wird, glaubt nach dem letzten Spiel wohl niemand. Dass es im Falle des Klassenerhalts eine gesunde Basis für eine weitere Zusammenarbeit gibt, wohl auch nicht. Und das, obwohl Neururer den VfL im vergangenen Jahr in den Uefa-Cup geführt hat. Dafür bekommt Neururer nun seine Abschiedstournee – allerdings eine ohne Ehrenrunde. Denn die Bochumer Anhänger, längst nicht mehr im Peter-Rausch, werden ihre Fan-Bärtchen nicht wieder rausholen.

Bei jeder seiner acht Trainerstationen begann Neururer umjubelt – und wurde schnell wieder verjagt. In Bochum aber war er doppelt so lange wie üblich. Er zögerte den gewohnten Absturz hinaus. Bald geht es wieder von vorne los. Irgendwo, mit Schnauzer.

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