Abstieg in Zahlen : Hertha und die Finanzen

Hertha BSC hat nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Sorgen. Auch deshalb wäre der Verbleib in der Bundesliga immens wichtig. Ansonsten müsste sich der Verein von zahlreichen Spielern trennen.

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Otto Rehhagel macht die Trainerbank bei Hertha BSC am Saisonende frei. Gesucht wird ein Nachfolger - egal für welche Liga.
Otto Rehhagel macht die Trainerbank bei Hertha BSC am Saisonende frei. Gesucht wird ein Nachfolger - egal für welche Liga.Foto: dapd

Wer Eintrittskarten für das Spiel am Samstag im Olympiastadion gegen den FC Bayern besitzt und sich überlegt, ob er sie selbst nutzen oder vielleicht doch lieber weiterreichen möchte, der möge einmal in sich gehen. Gut möglich, dass der Rekordmeister zum Punkteduell mit der ortansässigen Hertha nicht mehr so schnell vorbeischauen wird. Könnte ja sein, dass sich die Berliner demnächst die Bundesliga durch die Hintertür verabschieden. Das wäre schade, hebt aber im Moment den Wert eines gültigen Tickets.

Während die Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel trotz allem immer noch Chancen auf den Klassenerhalt besitzt, musste sich das kaufmännische Personal bereits mit dem Abstieg beschäftigen. Alljährlich muss bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) eine Lizenz für die kommende Spielzeit beantragt werden. Wenn man wie Hertha derart zwischen den Ligen hängt, müssen Spielberechtigung sowohl für Bundesliga als auch für die Zweite Liga beantragt werden.

Herthas Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller hat die Planzahlen für beide Ligen eingereicht. "Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, damit es jeweils zu positiven Bescheiden führen kann", sagt Schiller dem Tagesspiegel. Konkreter will Schiller erwartungsgemäß nicht werden. Unbestritten, dass insbesondere die finanzielle Planung für den Fall eines erneuten Abstiegs in die Zweite Liga heikel ist. Schiller sagt nur: "Die Herausforderung Zweite Liga wären ähnlich wie die vor zwei Jahren."

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