Abstiegsgefahr : Rostocker Fans randalieren nach Niederlage

Einige hundert Rostocker Fans ließen ihrem Frust am Freitagabend freien Lauf. Nach der 0:1-(0:1-)Heimniederlage des FC Hansa gegen Rot Weiss Ahlen überwanden gewaltbereite Zuschauer eine Absperrung und versuchten, in den Vip-Bereich des Rostocker Stadions einzudringen.

Ein großes Aufgebot von Polizisten und Ordnern konnte das nur mit Mühe verhindern. Jenseits der Sicherheitsglastüren machten die Anhänger ihrem Ärger angesichts der enttäuschenden Bilanz ihres Klubs mit Sprechchören wie „Vorstand raus“ Luft. Sie bewarfen Polizisten und Ordner mit Schneebällen und blockierten die Zufahrt zur Arena. „Nachdem sich mehrere Mitglieder der Vereinsführung den Protestierenden gestellt hatten, sind die Fans in kleinen Gruppen abgezogen. Dabei gab es keine Auseinandersetzungen“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonnabend.

„Ich kann den Unmut verstehen“, sagte Manager und Vorstandsmitglied René Rydlewicz. Neben Rydlewicz hatten sich Aufsichtsratsmitglied Torsten Völker und Marketingchef Jörg Hempel der aufgebrachten Menge gestellt. Den drei Rostocker Funktionären gelang es nach knapp 90 Minuten nur mühsam, die Stimmung schließlich zu beruhigen.

Durch die Niederlage gegen den bisherigen Tabellenletzten aus Ahlen war Hansa auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht. Die in diesem Jahr weiter sieglosen Rostocker verpassten damit auch im dritten Spiel unter ihrem neuen Trainer Thomas Fink den ersehnten Erfolg. Vor rund 7500 Zuschauern hatte Julian Jenner in der 13. Minute den entscheidenden Treffer erzielt, durch den sich Ahlen vom letzten auf den 17. Rang verbesserte. Die völlig verunsicherten Rostocker, die seit mehr als acht Stunden auf einen Torerfolg warten, wirkten geschockt durch den frühen Gegentreffer. Erst nach gut einer halben Stunde gelang es den Gastgebern, Rot Weiss Ahlen unter Druck zu setzen. Ein Tor wollte den Rostockern aber nicht gelingen. (dpa)

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