Abstiegskampf : Bochum rettet sich - Frankfurt auch

Der VfL Bochum schlägt Eintracht Frankfurt 2:0 - und beide Vereine bleiben in der Bundesliga.

Andreas Morbach

Bochum - Friedhelm Funkel traute sich kaum, den kleinen Hinweis zu geben, wagte es dann aber doch. „Wir haben übrigens auch die Klasse gehalten“, sagte Frankfurts Cheftrainer nach dem 0:2 (0:1) in Bochum leise – die anderen Ergebnisse hatten dies ermöglicht. Im Gegensatz zu ihren freudetrunkenen Gastgebern, die mit dem gestrigen Erfolg eine Serie von fünf Niederlagen beendeten und ihre Bundesligazugehörigkeit sicherten, genossen die Hessen ein fades Glücksgefühl. „Es war für mich normal, dass wir die Klasse halten. Deshalb ist die Freude auch nicht groß“, gestand Funkel mit einem Schuss Bitterkeit: „Vor vier Jahren hätte man sich darüber in Frankfurt noch richtig gefreut – so schnell vergeht die Zeit.“

Während Eintracht-Verantwortliche wie Vorstandschef Heribert Bruchhagen („Ich will nicht leugnen, dass wir unzufrieden sind“) klarmachten, dass bei der Aufarbeitung dieser unbefriedigenden Saison speziell die Rolle des Trainers kritisch beleuchtet wird, bedankte sich Funkels Kollege Marcel Koller bei seinen Vereinsbossen. Zuvor hatten das erste Saisontor von Vahid Hashemian und das erlösende 2:0 durch Diego Klimowicz dem VfL den Klassenerhalt beschert, nun sprach Trainer Koller: „Danke dem Vorstand und dem Aufsichtsrat, dass sie in schwierigen Zeiten nicht nur die Ruhe bewahrt, sondern auch genau hingesehen haben, was wir Trainer mit der Mannschaft machen.“ Um genau zu sein: „Dass wir die Spieler noch erreichen.“

Am Ende reichte es so zu einem vorzeitig und erfolgreich beendeten Abstiegskampf. „Mit so einem Sieg“, fasste VfL-Torwart Philipp Heerwagen den Tag und das 2:0 treffend zusammen, „kann man schon einmal eine ganze Saison wegwischen.“Andreas Morbach

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