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Abstiegskampf in der Zweiten Liga : Cottbus kann Niederlage von Dresden nicht nutzen

Energie Cottbus nähert sich der Dritten Liga durch ein 1:1-Unentschieden gegen den FC St. Pauli weiter an. Weil Dynamo Dresden parallel in Aue verliert, lebt die Hoffnung in der Lausitz aber noch ein bisschen weiter.

Zweikampf gewonnen, Spiel verloren. Energie Cottbus (mit Boubacar Sanogo, r.) braucht mehrere Fußballwunder, um die Abstieg aus der Zweiten Liga noch zu verhindern.
Zweikampf gewonnen, Spiel verloren. Energie Cottbus (mit Boubacar Sanogo, r.) braucht mehrere Fußballwunder, um die Abstieg aus...Foto: dpa

Jubel und Erleichterung im Erzgebirge, Trauer in der Lausitz: Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga können zwei Ost-Vereine mit den Planungen für Herbst beginnen. Während Erzgebirge Aue durch einen 2:0 (2:0)-Sieg über Dynamo Dresden den Klassenverbleib de facto perfekt machte, wird sich Energie Cottbus wohl endgültig mit dem Absturz in die 3. Liga abfinden müssen. Die Elf von Trainer Jörg Böhme kam gegen den FC St. Pauli nur zu einem 1:1 (0:0) und hat bei noch drei ausstehenden Saisonspielen sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsrang. Im dritten Donnerstagsspiel gewann Fortuna Düsseldorf in Sandhausen überraschend mit 3:0 (2:0).

In Cottbus war es Pauli-Stürmer Lennart Thy, der den FCE mit seinem Treffer in der 60. Minute schockte. Ivica Banovic glich zwar per Elfmeter (87.) noch aus, doch die realistische Chance auf eine erfolgreiche Aufholjagd am Tabellenende dürfte dahin sein. „Es ist wie verhext manchmal“, klagte Mittelfeldspieler Sven Michel in Bezug auf eine späte Großchance zum 2:1, die Jurica Buljat vergab. „Das ist natürlich der Wahnsinn“, meinte Coach Böhme, „wenn man in der 90. Minute blank vor der Kiste steht und das Ding nicht macht.“ Trotzig ergänzte der Ex-Profi: „Mit dem 1:1 können wir leben. Wir werden weiter arbeiten und dann schauen wir, was am Ende bei rum kommt.“

Dem jüngsten der vielen enttäuschenden Energie-Auftritte wohnten einige Heim-Fans notgedrungen nicht bei, wegen Ausschreitungen gegen Dresden blieb die Nordtribüne im Stadion der Freundschaft leer. Schon im nächsten Spiel beim FSV Frankfurt kann der Gang in die 3. Liga besiegelt werden - ab Herbst würde die Lausitz erstmals seit 1997 keinen Erst- oder Zweitklassenfußball mehr zu sehen bekommen.

In Aue sorgten Michael Fink (6.) und Frank Löning (19.) schon früh für klare Verhältnisse. Dank des siebten ungeschlagenen Heimspiels in Serie durften die Truppe von Coach Falko Götz jubeln, beim Schlusspfiff fielen sich die Auer Verantwortlichen in die Arme. „Jetzt können wir mal durchatmen“, meinte Götz.

Die Sachsen-Rivalen aus Dresden müssen auf dem Relegationsrang dagegen weiter kräftig zittern. Arminia Bielefeld kann mit einem Erfolg am Samstag bei den derzeit komplett indisponierten Münchner „Löwen“ nach Punkten gleichziehen - am letzten Spieltag winkt ein direktes Duell zwischen Dresden und Bielefeld gegen den Abstieg.

Im Aufstiegsrennen wird es am Ostersonntag spannend, wenn die SpVgg Greuther Fürth in Paderborn gastiert und ihren zweiten Tabellenplatz verteidigen will. Mit einem Sieg würden die Ostwestfalen auf einen direkten Aufstiegsrang klettern und die Franken erstmals seit dem 15. Spieltag von selbigem verdrängen. Tabellenführer 1. FC Köln kann dagegen zum Abschluss des 31. Spieltags am Montag im Heimspiel gegen den VfL Bochum die Bundesliga-Rückkehr rechnerisch perfekt machen. (dpa)

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