Sport : Absturz des Jahres

Benedikt Voigt

verabschiedet die Los Angeles Lakers für eine Weile Ein Witz aus der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA über die chronisch erfolglosen Los Angeles Clippers geht so: Einer neuen Studie zufolge ist die Lautstärke der Zuschauer wichtigster Faktor dafür, dass bei Sportveranstaltungen die Heimmannschaft gewinnt. Eine dazugehörige Studie erklärt die Los Angeles Clippers offiziell für taub.

Derartigen Spott werden künftig vielleicht sogar die berühmten Los Angeles Lakers ertragen müssen. Die verhalten sich eigentlich zu den Clippers wie der FC Bayern München zur SpVgg. Unterhaching. Doch nun bricht der NBA-Champion der Jahre 2000 bis 2002 ebenfalls negative Rekorde. Erstmals seit 1994 verpassen die Lakers wieder die Play-offs. Vom Finalisten zum vorzeitig Gescheiterten in einem Jahr, so ein Abstieg passierte in der Geschichte der Liga erst sieben Mal. Ohne Trainer Phil Jackson und Centerspieler Shaquille O’Neal ist das Team um den Egoisten Kobe Bryant nur Mittelmaß. Es sieht sogar aus, als würde sich in den nächsten Jahren nichts daran ändern. Das wäre so, als würde der FC Bayern in der Bundesliga fünf Jahre hintereinander auf dem elften Platz landen. Undenkbar? Der Salary Cap der NBA macht das möglich, die Obergrenze beim Jahresbudget sorgt für größere Abwechslung als in der Fußball-Bundesliga.

So nimmt bei den Lakers Bryants Siebenjahresvertrag über 136,4 Millionen Dollar den größten Raum im Salary Cap ein. Der Klub muss nun im Sommer versuchen, sich für wenig Geld zu verstärken. Zuvor aber gilt es, in der aktuellen Saison eine weitere Peinlichkeit zu vermeiden: Bis Saisonende muss der vor ihnen platzierte Klub überholt werden. Es sind die Los Angeles Clippers.

0 Kommentare

Neuester Kommentar