Abwehrspieler Björn Kopplin bei Union Berlin : Da ist Luft nach oben

Die Berliner treten heute bei Erzgebirge Aue an. Für Abwehrspieler Björn Kopplin wird es wohl der sechste Saisoneinsatz - der 25-Jährige war mit großen Hoffnungen zu Union zurückgekehrt, konnte die Erwartungen bisher aber nicht erfüllen.

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Konnte die Erwartungen bisher nicht erfüllen: Unions Björn Kopplin.
Konnte die Erwartungen bisher nicht erfüllen: Unions Björn Kopplin.Foto: Imago

Von seiner Zukunft hat Björn Kopplin eine recht monotone Vorstellung. Zumindest wenn es um sportliche Dinge geht. "Ich werde trainieren, trainieren und noch mehr trainieren, um eine Option zu sein", sagt er.

Eine Option war Björn Kopplin lange nicht für den 1. FC Union und dessen Trainer Uwe Neuhaus. Fünf Spiele hat der Außenverteidiger in dieser Saison bestritten. Heute wird bei Erzgebirge Aue (13.30 Uhr) wohl der sechste Einsatz dazukommen. Trainer Neuhaus hat angekündigt, die erfolgreiche Mannschaft vom 2:0 gegen Cottbus kaum ändern zu wollen. Doch auch das wird die Spielzeit aus Sicht von Kopplin nicht mehr retten. Es ist ein verlorenes Jahr.

Die anderen waren fleißiger

Björn Kopplin galt mal als ein überaus veranlagter Fußballer. Einen Teil seiner Jugendausbildung verbrachte er beim FC Bayern, er durchlief die Jugendnationalmannschaften von der U 17 bis zur U 20 und hatte mindestens eine Zukunft als Bundesligaspieler vor sich. Er sagt über sich: "Ich habe gute Voraussetzungen, und wenn ich die immer abrufen würde, würde ich auch immer spielen."

Tut er aber nicht. Viel zu oft hat er es nicht so genau genommen mit dem Training und sich hängen lassen. Die anderen waren fleißiger, Kopplin musste zuschauen. Manchmal sogar von der Tribüne aus, weil er es nicht in den Kader geschafft hatte.

Vor zwei Jahren war Kopplin mit großen Erwartungen aus Bochum zum 1. FC Union zurückgekehrt. Man versprach sich gegenseitig viel voneinander. Kopplin vom 1. FC Union und der 1. FC Union von Kopplin. Inzwischen ist Kopplin 25 Jahre alt, die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Was seine Entwicklung betrifft, muss man sagen: Sie stagniert.

Trainer Neuhaus erwartet Einsatz

In dieser Hinsicht hat Kopplin mehr mit seinem Verein gemein, als beiden Seiten lieb sein dürfte. Auch der 1. FC Union hat in dieser Saison oft nicht das gezeigt, wozu die Mannschaft eigentlich in der Lage ist. Im September waren die Berliner sogar mal Tabellenführer der Zweiten Liga. Der Traum vom Aufstieg – auf einmal schien er gar nicht mehr so träumerisch, sondern sehr real. Dann jedoch ließen sich die Köpenicker hängen. Die Anderen waren konstanter und zogen vorbei. Nun bleibt der Aufstiegstraum vorerst auch einer, die sieben Punkte Rückstand, die Union auf Platz drei hat, dürften angesichts von nur sechs verbleibenden Spielen zu viel sein, um sie noch aufzuholen.

Der Blick richtet sich bereits auf die kommende Spielzeit. Für Kopplin dürfte sich erst einmal nichts ändern. Er bleibt der Herausforderer auf den Platz als rechter Verteidiger. Den hatte in dieser Spielzeit Marc Pfertzel inne, aber Union wird den Vertrag mit dem 33-Jährigen nicht mehr verlängern, auch wenn der Verein das noch nicht bestätigen will. Stattdessen hat Union in Person des Österreichers Christopher Trimmel von Rapid Wien bereits einen neuen Mann für die rechte Seite verpflichtet. Trainer Uwe Neuhaus glaubt an ein intensives Duell zwischen Trimmel und Kopplin. "Wenn Björn die Tugenden, die er selbst von sich einfordert, etwas mehr zeigt, haben wir einen offenen Wettkampf", sagt er.

Um den zu gewinnen, wird Kopplin nur eines bleiben: trainieren, trainieren und noch mehr trainieren.

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