Sport : Acht Punkte Abzug für Koblenz

Frankfurt am Main - Mit dem höchsten Punktabzug in der Bundesliga-Geschichte hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den Zweitligisten TuS Koblenz für einen Verstoß gegen die Lizenzauflagen bestraft. Den Koblenzern werden am Saisonende acht Punkte abgezogen, weil sie Spielerverträge nicht bei der DFL vorgelegt hatten. Zudem muss der Verein eine Vertragsstrafe in Höhe von 200 000 Euro zahlen. Der Klub kann bei der DFL Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen. „Das ist ein Drama. Der Klassenerhalt ist damit infrage gestellt“, sagte Trainer Uwe Rapolder. Koblenz rutscht in der virtuellen Tabelle mit 32 Punkten auf den 14. Rang ab und hat nur noch drei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den derzeit der 1. FC Kaiserslautern einnimmt. „Irgendwie kann ich mich darüber nicht freuen. Außerdem wollen wir den Klassenverbleib sportlich schaffen“, sagte Lauterns Vorstandschef Stefan Kuntz, der bis April 2006 als Manager in Koblenz tätig war. Am Freitag spielt Koblenz beim Letzten Paderborn, Kaiserslautern empfängt Aachen.

Grund für die Bestrafung sind nachverhandelte Verträge mit zwei serbischen Spielern, die der im vergangenen Dezember zurückgetretene Präsident Hermann Gläsner nicht an die DFL gemeldet hatte. Bisherige Höchststrafe waren sechs Punkte Abzug für die damaligen Zweitligisten 1. FC Nürnberg (1995/96) und SSV Reutlingen (2002/03). dpa

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