• Acht Spiele in 14 Tagen - der 18-Jährige Nils Watzke ist ständig im Einsatz, auch heute gegen Schwenningen

Sport : Acht Spiele in 14 Tagen - der 18-Jährige Nils Watzke ist ständig im Einsatz, auch heute gegen Schwenningen

Claus Vetter

Drei verschiedene Mannschaften an drei Tagen: Am Mittwoch hat Nils Watzke für die Junioren der Eisbären verteidigt, gestern ging es mit den Juniors gegen Herne, heute (19.30 Uhr, Sportforum) trägt der 18-Jährige gegen Schwenningen das Trikot der ersten Mannschaft der Eisbären. "In 14 Tagen acht Spiele machen zu müssen, das ist natürlich nicht wenig", erzählt Watzke, "aber mit den Junioren wollen wir die Endrunde erreichen, also ist das wichtig." Und die Juniors sind sowieso wichtig, die seien nämlich seine eigentliche Mannschaft.

Von vielen zu Saisonbeginn belächelt, hat sich das Projekt von Hohenschönhausen, ein Team mit Nachwuchsspielern in der Oberliga an den Start zu schicken, von einer vermeintlichen Alibi-Nummer zu einer ernsthafteren Angelegenheit gewandelt. Watzke ist der erste Spieler der Juniors, der bei den Profis vermehrt Spielpraxis bekommt. Drei Mal im Continental-Cup, dann am Sonntag das erste Spiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Über 15 000 Zuschauer in der Köln-Arena und Watzke im Mittelpunkt des Geschehens. "Das war schon ein tolles Gefühl, mal gegen Stars wie Momesso oder Forslund zu spielen." Nervös? "Ich hatte ja schon die Spiele beim Continental-Cup gemacht, außerdem hat mir mein Partner in der Verteidigung, Alexander Godynyuk, viel geholfen." Sehr gut anscheinend, denn Watzke war trotz vieler Einsätze bei keinem der fünf Gegentore auf dem Eis. "Bei den Junioren und den Juniors muss ich das Spiel machen. Bei den Profis heißt es, Scheibe rausbolzen und hinten sichern." Nach dem Motto lief es ganz gut, glaubt Watzke. Peter John Lee zeigt sich jedenfalls angetan. Der 18-Jährige sei einer, denn man ernsthaft in seiner Entwicklung beobachten müsse, meint der Eisbären-Coach. Überbewertet will Watzke seine Einsätze nicht sehen, mit Mayer und Leask würden derzeit halt gute Verteidiger fehlen. "Wenn alle fit sind, dann ist da doch keine Chance für mich."

Wer weiß, vielleicht ändern sich die Zeiten für den hiesigen Nachwuchs doch ein wenig. Beim heutigen Gegner zum Beispiel, da sorgt in dieser Saison ein 16-Jähriger für Schlagzeilen. Marcel Goc stürmte auch beim letzten Auftritt der Wild Wings in München, wo die Schwenninger erst nach Penaltyschießen verloren. Aufgrund dieses überraschenden Erfolgserlebnisses ist der Optimismus bei den Schwarzwäldern übrigens groß. "Ich glaube, wir haben am Mittwoch eine kleine Serie gestartet, meint Trainer Rich Chernomaz, "und die werden wir bei den Eisbären fortsetzen."

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