Sport : Adidas ist wieder im Spiel

DFB strebt Vergleich mit seinem Ausrüster an

Berlin - Der Sportartikelhersteller Adidas ist wieder guter Hoffnung, auch nach 2010 offizieller Ausrüster des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu sein. „Wir gehen weiter davon aus“, sagte Adidas-Sprecher Jan Runau am Donnerstag. Ein von dem Sportartikelhersteller angerufenes Schiedsgericht empfahl zuvor im Rechtsstreit um den Ausrüstervertrag des DFB beiden Parteien „aufgrund des schwierigen Themenkomplexes“ eine Vergleichslösung.

Das Schiedsgericht, das den Streitfall entscheiden soll, tagte am Donnerstag neun Stunden lang in einem Stuttgarter Hotel. Dabei ging es um die Frage, ob der bisherige Ausrüster Adidas seinen bis Ende 2010 laufenden Vertrag mit dem DFB im August 2006 bis mindestens 2014 wirksam verlängert hat – oder ob der DFB eine millionenschwere Offerte des Weltmarktführers Nike annehmen darf. Der DFB hatte zuvor mitgeteilt, er sehe sich nur bis zum 31. Dezember 2010 an den langjährigen Partner gebunden, und bestritten, den Vertrag verlängert zu haben. Adidas-Konkurrent Nike hatte dem Verband einen mit 500 Millionen Euro dotierten Achtjahresvertrag angeboten. Nach dieser Offerte hatte sich der DFB stückweise von Adidas abgesetzt.

Nach der Anhörung beim Schiedsgericht am Donnerstag hieß es nun in DFB-Kreisen, es gebe eine Annäherung zwischen den langjährigen Vertragspartnern. „Die Delegationen von DFB und Adidas sind bereits in aussichtsreiche Vergleichsgespräche eingetreten“, hieß es am Abend in einer Presseerklärung beider Parteien. DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte auf Nachfrage, man befinde sich „auf einem guten Weg“.

Die genaue Empfehlung des Schiedsgerichts unter Vorsitz des Osnabrücker Richters Willi Erdmann wurde nicht bekannt. Nach Teilnehmerangaben sollen die Richter aber besonders auf die langjährige Partnerschaft zwischen DFB und Adidas hingewiesen haben. Bei der Anhörung waren DFB-Präsident Theo Zwanziger und Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer anwesend.ide/mot

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