Sport : Adieu Europa

1:3 gegen Porto: Der HSV ist international gescheitert

Matthias Koch

Hamburg - Das vierte Spiel, die vierte Niederlage. Schon zwei Spieltage vor Schluss der Champions-League-Vorrunde ist das europäische Abenteuer des Hamburger SV beendet. Nach dem 1:3 gegen den FC Porto hat der HSV sogar seine Chancen auf eine Teilnahme am Uefa-Pokal verspielt. Der Auftritt am Mittwochabend reihte sich ein in eine Serie internationaler Pleiten.

Die Hamburger begannen das Spiel schließlich wie eine Auswärtsmannschaft. Sie stapften in den ersten zwanzig Minuten über den Rasen, als müssten sie sich erst einmal gewöhnen an das Flair vor 52 000 Zuschauern in der AOL-Arena. Wie zu Hause fühlten sich dafür die Spieler des FC Porto, und in der 17. Minute verfehlte Hélder Postiga aus günstiger Position nur knapp das Ziel. Kurze Zeit später kam auch der HSV ins Spiel. Danijel Luboja köpfte gefährlich aufs Tor, Portos Schlussmann Helton konnte aber abwehren.

Nach der Güte der Torchancen waren die Hamburger vielleicht sogar die bessere Mannschaft in der ersten Hälfte, denn zunächst kam Juan Pablo Sorin zum Schuss, wenig später hatte dann erneut Luboja die Gelegenheit zur Führung. Doch Luboja vergab mit seinem schwächeren rechten Fuß, und überhaupt erweckten die Hamburger in der ersten Halbzeit nicht den Eindruck, als seien sie zu einem Tor in der Lage.

Anders Porto. Unter tatkräftiger Mithilfe der Hamburger glückte ihnen kurz vor der Pause das 1:0. Erst gelangte der Ball nach Atoubas Fehlpass vor die Füße des Gegners, dann bediente Joris Mathijsen mit unfreiwilliger Kopfballvorlage Lucho Gonzales, der den Ball aus 25 Metern im Tor unterbrachte. Für Technikliebhaber war dies ein magischer Moment. Lucho Gonzales hatte den Ball volley und unhaltbar aufs Tor geschossen.

Geradezu pragmatisch fiel der zweite Treffer der Portugiesen durch Lisandro Lopez nach einer Stunde aus. Doch er erreichte immerhin, was der erste Treffer nicht geschafft hatte: den Hamburgern den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Von jetzt auf gleich berappelten sich die Norddeutschen jedenfalls und kamen blitzschnell zu zählbarem Erfolg. Rafael van der Vaart erzielte in seinem ersten Champions-League-Spiel für den HSV den Anschlusstreffer, nur Sekunden nach dem 2:0 für Porto und das auch noch mit dem Kopf. Nur vier Minuten später hätte der gerade erst eingewechselte Besart Berisha beinahe das Spiel auf den Kopf gestellt, als er nur den Pfosten traf. Alle Hoffnungen der Hamburger verflogen jedoch, als Bruno Moraes kurz vor Schluss das 3:1 für Porto erzielte.

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