Sport : Adieu, Paris

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Paris (dpa). Nicolas Kiefer wird seine Erstrundenprobleme einfach nicht los. Der deutsche Tennisprofi scheiterte bei den French Open nach einem desolaten 97-minütigen Kurzauftritt zum neunten Mal in diesem Jahr bereits am Anfang eines Turniers. Der 24- Jährige aus Holzminden schied mit 3:6, 0:6, 4:6 gegen den Spanier Alex Calatrava sang- und klanglos aus. Besser machte es Thomas Haas. Scheinbar mühelos gewann der an Nummer drei gesetzte Hamburger am Montag sein Auftaktmatch bei den French Open in Paris gegen den Tschechen Michal Tabara mit 6:3, 7:5, 6:4. Der US-Amerikaner Pete Sampras scheiterte am Abend bei seinem 13.Versuch, einmal die French Open zu gewinnen. Er unterlag dem Italiener Andrea Gaudenzi 6:3, 4:6, 2:6 und 6:7.

Haas beherrschte Tabara fast nach Belieben und stürmte als erster von 14 Deutschen in die zweite Runde. Auch nach einer fast zweistündigen Regenpause im dritten Satz war der Olympiazweite Chef auf dem Sandplatz. Dabei hatte Haas vor dem Duell sogar von Aufgabe gesprochen, so sehr behinderten ihn Schmerzen in der entzündeten rechten Schulter. Kiefer, für den die Sandplatz-Saison gelaufen ist, war deprimiert. „Wenn man so viele Fehler macht, kann man nicht gewinnen“, sagte er. Für den früheren Weltranglisten-Vierten war die 16. Niederlage in diesem Jahr bitter: Nach dem zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison wird sich der Niedersachse im Champions Race 2002 sogar aus den Top 100 verabschieden. Auch eine halbstündige Regenpause rettete Kiefer nicht. Im Gegenteil: Der Deutsche gab vor und nach der Unterbrechung sein Service ab und gewann kein Spiel. 0:6 nach 20 Minuten. Von der Hilfe durch einen Mentaltrainer will er dennoch nichts wissen. Was er jetzt dringender brauche, sei viel Zeit und Geduld. „Ich habe keinen Zweifel, dass es irgendwann wieder besser wird“.

Das hoffen auch Marlene Weingärtner, Anca Barna, Bianka Lamade und Greta Arn, die ebenfalls die erste Runde nicht überstanden. Lamade hatte mit Venus Williams (USA) wurde von der in Paris an Nummer zwei gesetzten Olympiasiegerin mit 6:3, 6:3 unter Wert geschlagen. Nach 65 Minuten war das Match vorbei. Fünf Minuten länger dauerte allein der zweite Satz im Duell zwischen Barna und der Indonesierin Wynne Prakusya. Doch die 25 Jahre alte Deutsche verlor die Nerven - und schließlich das Match mit 6:1, 5:7, 1:6. Weingärtner verlor gegen Barbara Schett aus Österreich 2:6, 6:2, 0:6, Greta Arn unterlag Rossana Neffa-de los Rios aus Paraguay 3:6, 4:6.

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